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Zertifikate Discounts: Alternative für kurzfristige Anlagen

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Bis zum Ende der Laufzeit kann der Discount maximal bis zu seiner Gewinngrenze (Cap) steigen. Wer für 28,90 Euro einsteigt, bekommt nach gut drei Monaten 30 Euro zurück, ein Gewinn von 3,8 Prozent oder – aufs Jahr hochgerechnet – knapp 13 Prozent. Diesen Maximalgewinn gibt es allerdings nur, wenn der Index bei Fälligkeit des Zertifikats im Juni mindestens bei 3000 Punkten notiert. Sollten es weniger werden, wirft das Zertifikat auch weniger ab. Bei 2800 wäre es 28 Euro wert, bei 2500 nur noch 25 Euro.

Mit einer noch niedrigeren Gewinnschwelle lässt sich dieses Kursrisiko verkleinern. Dann aber schmilzt auch die mögliche Rendite, und der Vorsprung gegenüber einer klassischen Zinsanlage wird immer knapper. Ein Discount mit einem Cap bei 2500 Punkten bietet bei einer Laufzeit bis Juni noch annualisierte sechs Prozent; mit Basis 2000 sind es nicht einmal mehr drei Prozent. Geschmälert wird die Rendite noch durch Bankspesen, die Strategie empfiehlt sich nur für Kunden von Direktbanken mit niedrigen Gebühren und mit Papieren, deren Laufzeit demnächst ausläuft, die also nahezu spesenfrei zurückgenommen werden. Der Spread (Spanne zwischen An- und Verkaufspreis) ist bei häufig gehandelten Papieren vernachlässigbar.

Attraktive Rendite bei gewissen Risiken

Fazit:  Deep Discounts bieten eine attraktive Rendite, die ein gutes Stück über den Angeboten einer festen Zinsanlage liegt. Sie lässt sich aber nur mit einer gewissen Risikobereitschaft erkaufen. Eine akzeptable Mischung auf den Basiswert Dax bieten Discounts mit einer Laufzeit von rund drei Monaten und einer Gewinngrenze, die etwa 20 Prozent unter dem aktuellen Indexstand liegt. Angesichts der bisher schon scharfen Kursrückgänge sollte dieser Puffer für die nächsten Monate ausreichen.

Entsprechende Papiere mit den niedrigsten Kauf-Verkaufspannen bieten derzeit die Deutsche Bank (DE000DB3MPG7, Spread 1 Cent) oder die DZ Bank an (DE000DZ0KBW6, derzeit ohne Spread). Da Zertifikate als Inhaberschuldverschreibungen im Gegensatz zu Festgeld nicht über den Einlagensicherungsfonds geschützt sind, kommen für eine solche Anlage nur möglichst sichere Banken infrage.

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