Aufsichtsrat Siemens-Aufsichtsratschef Snabe zieht sich bei Allianz zurück

Investoren hatten Jim Hagemann Snabe wegen seiner zahlreichen Aufsichtsratsposten kritisiert. Eine potenzielle Nachfolgerin wurde schon gefunden.

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Snabe wird nicht erneut für den Aufsichtsrat kandidieren. Quelle: dpa

Siemens-Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe zieht sich im Mai aus dem Aufsichtsrat der Allianz zurück und zieht damit die Konsequenzen aus dem Vorwurf der Ämterhäufung. Der Däne habe mitgeteilt, auf der Hauptversammlung nicht wieder für den Aufsichtsrat zu kandidieren, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist, teilte der Versicherer am Donnerstag mit.

Große Investoren hatten den ehemaligen SAP-Co-Vorstandschef für seine zahlreichen Aufsichtsratsposten kritisiert. Unter anderem leitet er das Aufsichtsgremium des dänischen Reedereikonzerns Maersk. Union-Investment-Portfoliomanagerin Vera Diehl erneuerte vor der virtuellen Siemens-Hauptversammlung die Forderung an Snabe und seinen Aufsichtsrats-Kollegen, Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted, die Zahl ihrer Mandate zu reduzieren.

In den Allianz-Aufsichtsrat soll anstelle von Snabe Rashmy Chatterjee einziehen. Die Inderin arbeitete mehr als 20 Jahre für den IT-Riesen IBM und führt seit 2019 die britische Istari Global, die sich auf Cybersicherheit spezialisiert hat. Cyber-Versicherungen sind ein Hoffnungsträger für die Assekuranz, die aber mit steigenden Schadenfällen durch die Erpressung von Unternehmen kämpft.

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