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Banco Popular Börsenaufsicht ermittelt wegen Insiderhandels

Der Kollaps der spanischen Banco Popular ruft nun die Börsenaufsicht auf den Plan. Sie untersucht, ob in den Tagen vor ihrer Rettung durch Santander vertrauliche Informationen durchgesickert seien.

Die spanische Großbank Santander hat den in finanzielle Schieflage geratenen Konkurrenten Banco Popular für einen symbolischen Euro übernommen. Nun prüfen Aufseher, ob kurz vor der Rettung der Aktienkurs von Popular manipuliert wurde. Quelle: dpa

MadridDie spanische Börsenaufsicht ermittelt wegen möglichen Insiderhandels vor dem Zusammenbruch der Banco Popular. Die Behörde werde untersuchen, ob in den Tagen vor der Rettung des Kriseninstituts durch die spanische Großbank Santander, vertrauliche Informationen genutzt oder die Aktie manipuliert wurde, sagte der Chef der Börsenaufsicht (CNMV), Sebastian Albella, der Finanzzeitung „Expansion“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte das sechstgrößte Geldhaus Spaniens mit seinen 1800 Filialen und fast 12.000 Mitarbeitern nach einer massiven Kapitalflucht als nicht überlebensfähig eingestuft. Als Retter in der Not fungierte die Santander, die das Institut für einen symbolischen Euro übernahm, jetzt aber eine milliardenschwere Kapitalerhöhung anschieben muss. Die Aktien der Banco Popular wurden wertlos.

Im Monat vor der Notrettung stürzten die Popular-Aktien um 60 Prozent ab. Die Börsenaufsicht werde ihre Untersuchungen darauf konzentrieren, sagte Albella. Es gibt auch Forderungen, den Abzug von Geldern von den Banco-Popular-Konten zu prüfen. Das falle aber nicht in die Zuständigkeit der Börsenaufsicht, ergänzte der Börsenaufseher.

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