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Bank of England Britische Notenbank tastet den Leitzins nicht an, signalisiert aber Zinssenkungen

Die Währungshüter um Notenbank-Chef Mark Carney belassen den geldpolitischen Schlüsselsatz bei 0,75 Prozent. Doch die Entscheidung fiel nicht einstimmig.

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Die britische Notenbank zeigt sich zunehmend verunsichert angesichts wirtschaftlicher Risiken und dem anstehenden Brexit. Der Leitzins bleibt zwar zunächst weiter bei 0,75 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag nach ihrer Zinsentscheidung in London mitteilte. Erstmals seit dem Jahr 2016 sprachen sich jedoch zwei Mitglieder für eine Zinssenkung aus.

Auch die übrigen Notenbankgouverneure erwägen einen solchen Schritt, falls sich die maue Weltkonjunktur nicht fangen und die mit dem Brexit verbundene Unsicherheit festsetzen sollte. Zugleich signalisierten sie weniger Entschlossenheit als bisher, bei verbesserter konjunktureller Großwetterlage mittelfristig begrenzte und schrittweise Zinserhöhungen zu erwägen.

Die Währungshüter stehen an der Zinsfront nicht unter Handlungsdruck, da die Inflation zuletzt mit 1,7 Prozent unter dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent verharrte. Zugleich steht das Land politisch vor wichtigen Weichenstellungen: Premierminister Boris Johnson hat im Wahlkampf den Austritt seines Landes aus der Europäischen Union im Januar zugesichert.

Seine Brexit-Vereinbarung mit der EU hatte bei den Abgeordneten keine Mehrheit gefunden. Das Unterhaus zwang ihn zu einer Verlängerung der Brexit-Frist vom 31. Oktober bis zum 31. Januar. Bei Parlamentswahlen am 12. Dezember soll die Blockade im Brexit-Prozess gelöst werden.

Viele Firmen im Vereinigten Königreich treibt die Frage um, ob das Land womöglich ohne Vertrag aus der EU aussteigen wird. Die Bank of England geht mittlerweile davon aus, dass die Wirtschaftsleistung bei einem solchen harten Brexit im schlimmsten Fall binnen ungefähr eines Jahres um 5,5 Prozent schrumpfen würde.

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