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Banken EZB prüft ab März Klimastress in Kredit- und Handelsbüchern

Die EZB will wissen, ob die europäischen Banken auf den Klimawandel vorbereitet sind. Ab März 2022 werden die Institute unter anderem auf ihre Erträge aus CO2-intensiven Industrien geprüft.

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Die Kreditinstitute müssen prognostizieren, wie sich ihre Bilanzen über die nächsten 30 Jahre entwickeln werden. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank lässt die Banken der Eurozone nächstes Jahr das Risiko einschätzen, dem sie durch den Klimawandel ausgesetzt sein könnten – sowohl in ihren Kredit- als auch in ihren Handelsbüchern. Der Klimastresstest läuft von März bis Juli.

Laut der von der EZB am Montag veröffentlichten Methodologie müssen die Kreditinstitute prognostizieren, wie sich ihre Bilanzen über die nächsten 30 Jahre entwickeln werden und welche Verluste sie beim Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft erleiden könnten. Ein „scharfer Anstieg“ des Preises für CO2-Emissionen etwa muss auch für einen 3-Jahres-Zeitraum modelliert werden.

In ihrem Stresstest wird die EZB den bisher detailliertesten Blick auf die Auswirkungen werfen, denen Banken durch den Klimawandel ausgesetzt sind. Dabei geht es einerseits um die Folgen der Verdrängung umweltschädlicher Unternehmen durch Klimaschutzmaßnahmen, andererseits um die Folgen des Klimawandels selbst, wie extreme Wetterereignisse.

Die Aufsicht warf der Branche Anfang des Jahres vor, sich den Risiken aus dem Klimawandel zu langsam zu stellen und verwies auf lückenhafte Daten und mangelnde Aufmerksamkeit der Führungskräfte. Andere Themen im Zusammenhang mit dem Stresstest sind die Erträge der Banken aus CO2-intensiven Industrien und die Schätzungen zu den von ihnen finanzierten Emissionen.

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    Die EZB bekräftigt, dass keine direkte Erhöhung der Kapitalanforderungen für die Banken aus dem Test geplant sei. Banken, die ihre Risiken nicht genügend erfassen können, müssen jedoch mit höheren Anforderungen rechnen.

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