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Banken in Europa Einlagensicherung soll gestaffelt kommen

Die umstrittene EU-weite Einlagensicherung (Edis) soll nach dem Willen der EU-Kommission langsamer kommen als bisher geplant. Kritik an der neuen Regelung kam besonders von der Bundesregierung und deutschen Banken.

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Sparer stehen bei der EU-weiten Einführung der Einlagensicherung an erster Stelle. Quelle: dpa

Brüssel Eine EU-weite Einlagensicherung für Bankguthaben (Edis) soll der EU-Kommission zufolge langsamer eingeführt werden als bislang geplant. In einer ersten Phase sollen bei Bank-Pleiten die Guthaben der Sparer gesichert, nicht aber die Verluste des Finanzhauses aufgefangen werden, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch und bestätigte damit eine Reuters-Meldung von voriger Woche. Erst in einer zweiten Phase sollen dann auch die roten Zahlen des Geldinstituts ausgeglichen werden. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Bank ihre ausfallgefährdeten Kredite deutlich reduziert habe.

Mit dem Vorschlag will die Kommission dazu beitragen, die Bedenken im Europäischen Parlament und unter den Mitgliedsländern zu zerstreuen. Edis stößt insbesondere in der Bundesregierung und bei deutschen Banken auf Skepsis. Die Geldhäuser fürchten, dass sie in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten. Mit einer gemeinsamen Einlagensicherung soll die EU-Bankenunion vollendet werden.

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