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Banken NordLB sieht sich trotz Luftfahrt-Krise auf Kurs

Die NordLB hält trotz der Coronakrise an dem Transformationsprogramm fest. Die Bank hat hohe Kredite an die Luftfahrtbranche vergeben.

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Die NordLB hat Kredite über 4,6 Milliarden Euro an die schwer gebeutelte Luftfahrtbranche vergeben. Quelle: dpa

Die stark in der Flugzeugfinanzierung engagierte NordLB sieht sich trotz der Coronakrise bei ihrem Umbau auf Kurs. „Bislang hat sich am Fahrplan des Transformationsprogramms 'Nord/LB 2024' durch Corona nichts Wesentliches geändert“, sagte Vorstandschef Thomas Bürkle der „Börsen-Zeitung“. Allerdings seien sowohl das Ausmaß der Krise als auch die Auswirkungen bislang noch schwer abzuschätzen.

Die NordLB hat Kredite über 4,6 Milliarden Euro an die schwer gebeutelte Luftfahrtbranche vergeben. Wegen der Corona-Pandemie stehen viele Flugzeuge am Boden, zahlreiche Airlines kämpfen um ihr Überleben.

Durch Staatshilfen für Fluggesellschaften, sukzessive Corona-Lockerungen sowie die Rücknahme von Reisebeschränkungen werde der Branche wieder eine Zukunftsperspektive gegeben, sagte Bürkle. Derzeit entspreche der Anteil fauler Kredite bei den Flugzeugfinanzierungen in etwa dem des gesamten Finanzierungsportfolios der Landesbank von 1,7 Prozent.

Das Hannoveraner Institut stand 2019 wegen hoher Verluste durch faule Schiffskredite am Abgrund und musste mit einem Rettungspaket der Eigentümer von 3,6 Milliarden Euro vor dem Aus bewahrt werden. Das Land Niedersachsen gewährte dabei auch Garantien zur Abschirmung bestimmter Kreditportfolios, so dass die Bank vor Verlusten teilweise geschützt wird.

Von den 4,6 Milliarden Euro an Krediten an die Luftfahrtbranche waren zuletzt rund 1,4 Milliarden Euro über die Landesgarantie „Aviation“ abgeschirmt. Im Gegenzug für die Garantien muss die NordLB Provisionen zahlen, die sich dem Land zufolge auf 350 Millionen Euro belaufen sollen und zum Ausgleich möglicher Verluste genutzt werden könnten.

Es gebe derzeit keine Veranlassung, davon auszugehen, dass der Steuerzahler belastet werde, erklärte der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers der „Börsen-Zeitung“.

Durch den laufenden Konzernumbau soll die NordLB deutlich kleiner und risikoärmer werden. Ende 2023 soll die Zahl der Mitarbeiter nur noch bei 2800 liegen, nach zuletzt 5300.

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