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Banken Rückstellungen für faule Kredite belasten BNP Paribas erneut

Die Gewinnrückgänge fallen deutlich aus: Sowohl die französische BNP Paribas als auch die österreichische Raiffeisen Bank International erhöhen ihre Vorsorge gegen Kreditausfälle.

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Die Folgen der Corona-Krise setzen der Bank schwer zu. Quelle: Reuters

Die französische Großbank BNP Paribas hat wegen der Corona-Krise ihre Rückstellungen für faule Kredite zum Jahresende weiter aufgestockt. Zusammen mit den Belastungen durch die niedrigen Zinsen führte das im vierten Quartal zu einem Gewinnrückgang um 13,9 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro ein.

Die Vorsorge für faule Kredite stieg im Schlussquartal um zwei Drittel auf 1,59 Milliarden Euro. Die Erträge schrumpften um 4,5 Prozent auf 10,8 Milliarden. Auch im Gesamtjahr setzten die Folgen der Corona-Krise BNP Paribas zu. Der Gewinn fiel 2020 gegenüber dem Vorjahr um 13,5 Prozent auf 7,07 Milliarden Euro.

Ein Fünftel davon, dass heißt 1,11 Euro je Aktie, will das Geldhaus im April an die Aktionäre ausschütten. Mehr erlaubt die Europäische Zentralbank (EZB) den Geldhäusern in der Euro-Zone wegen drohender weiterer Belastungen durch die Corona-Krise nicht.

BNP Paribas erwäge jedoch, im vierten Quartal weitere Gelder an die Aktionäre auszuschütten, wodurch die Ausschüttungsquote auf 50 Prozent steigen würde, erklärte die Bank.

Für 2021 erwartet BNP Paribas stagnierende Kosten und leicht steigende Erträge. 2020 sanken die Einnahmen um 0,7 Prozent.

Auch die RBI muss Vorsorge gegen Kreditausfälle treffen

Die Corona-Krise trifft viele Banken weltweit. Auch die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) musste im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch um ein Drittel verzeichnen.

Die Aktionäre sollen nun für 2020 eine niedrigere Dividende von 0,48 (1,0) Euro je Aktie erhalten, teilte die stark in Osteuropa sowie in Russland tätige Bank am Freitag mit. Die Ausschüttung solle entsprechend der Empfehlung der Europäischen Zentralbank (EZB) erfolgen.

Unterm Strich schrumpfte der Gewinn der Bank auf 804 Millionen Euro nach 1,2 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Neben einem Rückgang der Kernerträge und Währungsabwertungen musste die Bank deutlich mehr für Kreditausfälle auf die Seite legen.

Mehr: Bei Kreditausfällen herrscht die Ruhe vor dem Sturm

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