Banken Schweiz will Großbanken im Notfall mit Liquiditätssicherung helfen

Eine Notlage könne zu negativen Folgen für die Gesamtwirtschaft führen. So soll auch die Nationalbank die Überlebensfähigkeit systemrelevanter Banken sichern können.

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Bereits heute würden in Schieflage geratene Banken von der Schweizerischen Nationalbank zudem Notfall-Liquidität erhalten. Quelle: Reuters

Die Schweizer Regierung will Sanierungen von systemrelevanten Banken mit einer staatlichen Liquiditätssicherung erleichtern. Um das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Überlebensfähigkeit eines Instituts zu erhöhen, solle künftig ein sogenannter Public Liquidity Backstop zur Verfügung gestellt werden können, wie das Finanzdepartement am Freitag mitteilte. Dieses Instrument trage dazu bei, dass Marktteilnehmer bereit seien, mit der betreffenden Bank Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten. Damit könne verhindert werden, dass überhaupt eine Liquiditätshilfe erforderlich werde. Es gehe nicht um eine staatliche Rettung von systemrelevanten Banken, zu denen neben den Großbanken UBS und Credit Suisse auch Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank und Postfinance gehören.

Voraussichtlich zum 1. Juli träten erhöhte Liquiditätsanforderungen für die Institute in Kraft. Bereits heute würden in Schieflage geratene Banken von der Schweizerischen Nationalbank zudem Notfall-Liquidität erhalten. In dritter Linie solle nun die staatliche Liquiditätssicherung dazu kommen, die international bereits zum Standard gehöre. Das Kriseninstrument erhöhe die Erfolgschancen einer Sanierung und stelle die Schweizer Banken mit ihren ausländischen Konkurrenten gleich. Das Finanzministerium habe den Auftrag erhalten, bis Mitte 2023 einen konkreten Vorschlag auszuarbeiten.

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