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Banken Unicredit will die Übernahme von Monte Paschi prüfen

Die italienische Großbank steht unter enormen Wachstumsdruck. Der künftige Unicredit-Verwaltungsratschef Pier Carlo Padoan schließt eine Übernahme der Krisenbank Monte Paschi nicht aus.

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Die italienische Großbank Unicredit will unter ihrem künftigen Verwaltungsratschef Pier Carlo Padoan eine Übernahme der Krisenbank Monte Paschi prüfen. Die Option werde wie alle anderen geprüft werden, sagte Padoan der italienischen Zeitung „La Repubblica“ in der Freitagausgabe.

Die Übernahme der UBI Banca durch den größten italienischen Unicredit-Rivalen Intesa im vergangenen Jahr habe das Wettbewerbsumfeld verändert. Unicredit müsse wachsen. Der frühere italienische Finanzminister Padoan soll nach der Hauptversammlung im April bei der HVB-Mutter den Posten des Verwaltungsratschefs übernehmen.

Die italienische Politik drängt Unicredit schon seit langem, die mit milliardenhohen Staatsgeldern vor der Pleite bewahrte Monte Paschi zu übernehmen. Seit der Rettungsaktion vor drei Jahren hält der Staat 64 Prozent an dem Institut. Der bisherige Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier hatte eine Übernahme von Monte Paschi ebenso strikt abgelehnt wie andere Fusionen. Wegen des Streits kündigte Mustier im vergangenen Jahr seinen Rücktritt an und nimmt in den nächsten Tagen seinen Hut. Sein Nachfolger Andrea Orcel tritt sein Amt im April an.

„Wir befinden uns in einer Phase des tiefgreifenden Wandels, und Wachstum durch externe Optionen ist eines der verfügbaren Werkzeuge“, sagte Padoan. Der Verwaltungsrat werde aber nichts genehmigen, was nicht im vollen Interesse aller Aktionäre sei.

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