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Bankenregulierung Aufseher bestrafen zunehmend schlechte Banker

Zuletzt verhängten Gerichte zunehmend Strafen gegen einzelne Banker, wenn diesen Fehlverhalten nachgewiesen wurde. Die Branche reagiert verärgert.

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Bankenregulierung: Aufseher bestrafen zunehmend schlechte Banker Quelle: dpa

New York Aufsichtsbehörden bestrafen bei ihren Untersuchungen über Fehlverhalten zunehmend einzelne Banker, sagen führende Juristen der Citigroup und der US-Notenbank Federal Reserve.

„Es gibt populistische Bestrebungen weltweit, Einzelpersonen zur Rechenschaft zu ziehen, wenn es ein Problem gibt“, sagt Mei Lin Kwan-Gett, stellvertretender Syndikus bei Citigroup am Mittwoch auf der Jahreskonferenz des Clearing House and Bank Policy Institute in New York.

„Wir beobachten sowohl in den USA als auch weltweit, dass Regulierungsbehörden, die sich typischerweise nur auf Unternehmen oder juristische Personen konzentrierten, wirklich darauf achten, auch Einzelpersonen zu benennen.“

Bundesgerichte haben eine Reihe von Vergleichen, die Großbanken in den Jahren nach der Finanzkrise mit US-Behörden erzielt hatten, in Frage gestellt. Auch haben sie Ermittler gedrängt, zu erklären, wie sie hohe Strafen gegenüber Unternehmen verhängen könnten, ohne die angeblich involvierten Mitarbeiter zu identifizieren oder anzuklagen. Kritiker der Praxis argumentierten, dass diese Geldbußen letztendlich von den Aktionären getragen werden.

Das Motiv bei der Benennung von Bankern ist Abschreckung – eine „hohe Priorität“ für die Regulierungsbehörden, sagte Richard Ashton, stellvertretender Syndikus bei der Fed. Angesichts dieses Drucks hofft die Branche, dass die Aufsichtsbehörden mehr Anhaltspunkte geben könnten, wie und wann sie Personen benennen, sagte der Citigroup-Jurist.

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