Bankenregulierung Sparkassen fordern abgespeckte Regeln

Während große Bankenkonzerne engmaschig kontrolliert gehören, ächzen laut Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes die regionalen Institute unter den detaillierten Kapitalregeln. Eine kleine Schwester ist vonnöten.

Der Präsident des DSGV fordert laxere Regulierungen. Quelle: dpa

BerlinVertreter der regionalen Bankenbranche fordern einfachere und weniger detaillierte Kapitalregeln für ihr Geschäft. „Wir brauchen eine besser abgestufte Regulierung“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, am Donnerstag in Berlin. „Basel braucht eine kleine Schwester“, forderte er mit Blick auf die als Basel III bekannten Kapitalregeln. „Internationale Großkonzerne gehören auch weiterhin engmaschig kontrolliert, denn von ihnen können große Ansteckungsgefahren ausgehen.“ Für kleinere, regionale und lokale Institute seien aber abgespeckte Regeln ausreichend, um ein gleiches Maß an Sicherheit zu schaffen. „Ansonsten werden wir nämlich erdrückt.“ Nötig sei eine angemessene Regulierung, abgestuft nach Risikogehalt und Größe, sagte Fahrenschon bei einem G20-Kongress verschiedener Bankenverbände. Der Präsident des Genossenschaftsbanken-Verbandes BVR, Uwe Fröhlich, stellte sich hinter die Forderung, der sich auch das Weltinstitut der Sparkassen (BIS) und die Europäische Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB) anschlossen.

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