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Bankenstresstest Kapitalquote der NordLB fällt im Stresstest offenbar deutlich

Beim aktuellen Stresstest dürfte die NordLB von allen deutschen Banken wohl am schlechtesten abschneiden. Laut einem Insider fällt die harte Kapitalquote stark.

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Die Landesbank sucht nach Investoren. Quelle: dpa

Berlin Die Kapitalpuffer der NordLB geben einem Insider zufolge beim Bankenstresstest deutlich nach. Demnach fällt die harte Kernkapitalquote (CET1) im simulierten Fall einer heftigen wirtschaftlichen Krise (adverses Szenario) für 2020 auf rund sieben Prozent, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von einer mit der Sache vertrauten Person erfuhr. Damit dürfte das Institut von allen deutschen Banken wohl am schlechtesten abschneiden. Die NordLB selbst und ihr Mehrheitseigner Niedersachsen lehnten einen Kommentar ab. Die EU-Bankenbehörde EBA und die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichen an diesem Freitag die Ergebnisse des jüngsten Fitness-Checks der europäischen Finanzbranche.

Die Landesbank aus Hannover ist mit der dünnsten Kapitaldecke von allen acht deutschen Banken in den Stresstest gegangen. Seit Monaten suchen die Träger - die Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und diverse Sparkassen - nach Wegen, die Kapitalpolster der Bank zu stärken, auch mit Hilfe externer Investoren. Sechs Interessenten sind Finanzkreisen zufolge im Rennen - neben der Commerzbank und der Helaba mehrere Finanzinvestoren.

Ende Juni hatte die NordLB eine harte Kernkapitalquote von 12,4 Prozent. Damit liegt sie zwar über den Vorgaben der Aufsicht für 2018 von mindestens 9,55 Prozent. Die Bank peilt nach eigenen Angaben aber künftig einen Wert von mindestens 13 Prozent an, um ein besseres Rating zu erreichen. Zudem ist ein Puffer nötig, weil die NordLB auf einem Portfolio von 7,7 Milliarden Euro an faulen Schiffskrediten sitzt. Einen Großteil davon will die Bank verkaufen. Das aber dürfte nach Einschätzung aus Finanzkreisen wegen des erwarteten Abschlags zu einem weiteren Kapitalbedarf führen. Die Schiffskrise hatte der NordLB bereits 2016 einen Rekordverlust von knapp zwei Milliarden Euro eingebrockt.

Dem Stresstest mussten sich dieses Mal insgesamt 48 Geldhäuser aus 15 EU-Ländern und Norwegen unterziehen. Aus der Euro-Zone waren 37 Banken dabei. Durchfallen konnte offiziell niemand. Rückschlüsse auf die Widerstandskraft jeder einzelnen getesteten Bank können Experten und Öffentlichkeit dennoch ziehen.

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