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Bankmitarbeiter In Tarifverhandlungen mit privaten Banken könnte Bewegung kommen

Im Dezember möchte Verdi prüfen, ob eine neue Basis für die Tarifverhandlungen besteht. Die letzte Verhandlungsrunde hatte Verdi wegen „inakzeptabler“ Angebote abgebrochen.

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Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten für Beschäftigte der privaten Banken. Quelle: imago images/Michael Gstettenbauer

In die verhärteten Tarifverhandlungen für die rund 140.000 Beschäftigten der privaten Banken kommt womöglich wieder Bewegung. Verdi und der Arbeitgeberverband (AGV) würden im Dezember Gespräche auf Arbeitsebene führen, um abzuklopfen, ob eine weitere Eskalation des Tarifkonfliktes abgewendet werden könne, teilte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters mit. „Im Dezember wollen wir ebenso auf Arbeitsebene prüfen, ob es eine neue Basis dafür gibt, die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei den privaten Banken fortzusetzen,“ ergänzte er. Ein neuer Verhandlungstermin stehe noch nicht fest.

Verdi hatte die dritte Verhandlungsrunde am 24. September abgebrochen und das Angebot der Arbeitgeber als „inakzeptabel“ bezeichnet. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und Vereinbarungen zur mobilen Arbeit. Der AGV hatte zuletzt ein Gehaltsangebot unterbreitet, das eine Erhöhung der Tarifgehälter in drei Stufen um insgesamt 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten vorsah.

Eine für Mitte Oktober angesetzte vierte Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband hatte Verdi abgesagt. Die Gewerkschaft hatte unter anderem mit bundesweiten Warnstreiks bei der Commerzbank den Druck auf die Arbeitgeber erhöht.

Bei den getrennt laufenden Tarifverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten der öffentlichen Banken hatten Gewerkschaft und Arbeitgeber zuletzt einige Fortschritte erzielt. Laut Duscheck soll hier die nächste Verhandlungsrunde am 20. Januar stattfinden.

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