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BGH-Urteil Deutsche Bank rechnet mit 300 Millionen Euro Belastungen

Das Urteil des Bundesgerichtshofs zu den Gebühren belastet die Deutsche Bank. Im zweiten Quartal muss sie dafür Rückstellungen bilden. Das Geldhaus geht allerdings nur von temporären Einbußen aus.

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Bis zum vierten Quartal will das Institut Lösungen für Gebührenerhöhungen gefunden haben. Quelle: Bloomberg via Getty Images

Die Deutsche Bank erwartet in Folge des BGH-Gebührenurteils Belastungen von insgesamt rund 300 Millionen Euro. Die Bank werde im zweiten Quartal eine Rückstellung über 100 Millionen Euro für mögliche Gebühren-Rückforderungen von Kunden bilden, sagte Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke bei einer Branchenkonferenz von Goldman Sachs am Donnerstag.

Zusätzlich erwarte das Institut Ertragseinbußen von je rund 100 Millionen Euro im zweiten und dritten Quartal.

Das Urteil habe die Bank und die ganze Branche überrascht, sagte von Moltke. Die Einbußen seien aber nur temporär. Bis zum vierten Quartal werde die Deutsche Bank Lösungen gefunden haben für Gebührenerhöhungen und wolle auch die verlorenen Einnahmen wieder bekommen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte Ende April die Praxis gekippt, dass Banken ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ändern können, wenn der Kunde nicht innerhalb von zwei Monaten dem ausdrücklich widerspricht. Die Klausel, wonach die Banken in diesem Fall von einer stillschweigenden Zustimmung ausgehen könnten, sei unwirksam.

Die Finanzaufsicht Bafin erwartet, dass das Urteil gravierende Folgen für die ganze Bankbranche hat.

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