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Bilanz Berliner Sparkasse muss an ihrer Profitabilität feilen

Deutschland größte Sparkasse profitiert von höheren Kontogebühren. Allerdings verlor sie zuletzt Marktanteile - und schnitt schlechter ab als im Vorjahr.

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Berliner Sparkasse muss an ihrer Profitabilität feilen Quelle: dpa

Berlin Die Berliner Sparkasse, die in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag feiert, liegt im Trend ihrer meisten Schwesterinstitute. Sie verbuchte durch die Dauerniedrigzinsen zwar einen um knapp zwei Prozent geringeren Zinsüberschuss. Dieser konnte aber durch einen Anstieg des Provisionsüberschusses um gut 20 Prozent oder 48 Millionen Euro mehr als ausgeglichen werden. „Vor allem bei den Provisionen aus der Kontoführung konnten wir deutlich zulegen“, sagte Vorstandschef Johannes Evers bei Vorlage der Zahlen.

Zwar veranlassten die höheren Kontogebühren die 1,3 Millionen Privatkunden nicht zu einem Bankwechsel. Doch die konstant gebliebene Anzahl der Privatgirokonten heißt, dass die Hauptstadt-Sparkasse Marktanteile verlor. Denn jährlich wächst Berlin um 30.000 bis 40.000 Menschen.

Unterm Strich schnitt die Berliner Sparkasse 2017 wegen eines Sondereffekts deutlich schlechter ab als im Vorjahr. Vor Ertragssteuern sank das Ergebnis von 181 Millionen Euro auf 86 Millionen Euro. 2016 verbuchte das Institut durch den Verkauf der Beteiligung an Visa Europe noch einen Sonderertrag von rund 100 Millionen Euro. Im laufenden Jahr strebt das Institut, das den Sparkassen gehört, ein Ergebnis auf Vorjahresniveau an. Mit einer Kernkapitalquote von 17,8 Prozent sieht sich das Institut für künftige Herausforderungen gewappnet.

Zwar sind die Sparkassen wegen ihres öffentlichen Auftrags nicht auf Profitabilität getrimmt. Doch im Vergleich zu anderen Sparkassen schneidet die Hauptstadtsparkasse schlecht ab. Um einen Euro Ertrag zu generieren, muss sie 81 Cent aufwenden. Im Vorjahr waren es noch 78 Cent. Spitzenverdiener wie etwa die Mittelbrandenburgische Sparkasse kommen auf eine sogenannte Aufwandsertrags-Quote von 47 Prozent.

An der Spitze des Aufsichtsrates des Instituts gab es einen Wechsel. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Helmut Schleweis, löst Thomas Mang ab, der nach dem Weggang von Georg Fahrenschon vorübergehend diesen Posten innehatte.

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