BIP Deutsche Wirtschaft wächst zum Jahresende um 0,6 Prozent

Das Wirtschaftswachstum hat sich zum Jahresende etwas abgeschwächt. Dennoch wuchs das Bruttoinlandsprodukt 2017 so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Die Bestellungen aus der Euro-Zone stiegen im Dezember um 11,2 Prozent. Quelle: dpa

BerlinDie deutsche Aufschwung hat Ende 2017 etwas an Kraft verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet. Im Sommerquartal hatte es noch zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht.

2017 insgesamt legte Europas größte Volkswirtschaft um 2,2 Prozent zu, bestätigten die Statistiker ihre Schätzung von Januar. Das ist das kräftigste Wachstum seit 2011.

Das Ifo-Institut erwartet in diesem Jahr ein noch stärkeres Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Die Exporteure profitieren vom anziehenden Welthandel, weshalb viele Unternehmen wieder mehr investieren. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen eine Konjunkturstütze bleiben.

Das Weltwirtschaftsklima ist so gut wie seit Herbst 2007 nicht mehr. Das entsprechende Barometer des Ifo-Instituts stieg im ersten Quartal auf 26,0 Zähler von 17,1 Punkten, wie die Forscher am Mittwoch mitteilten. Die Experten beurteilten die aktuelle Wirtschaftslage deutlich positiver. „Die Konjunkturerwartungen verbesserten sich ebenfalls außerordentlich. Der weltweite Aufschwung verfestigt sich“, so Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Das Klima verbesserte sich laut Ifo in allen Weltregionen. Die Beurteilung der aktuellen Lage sowie die Erwartungen stiegen dabei insbesondere in den USA, in der Europäischen Union und in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern äußerst stark an. In Lateinamerika verbesserte sich die Lageeinschätzung beträchtlich, jedoch verschlechterten sich die Erwartungen etwas.

Die kurz- und langfristigen Zinsen werden den Experten zufolge in den nächsten sechs Monaten steigen. Sie erwarten eine deutliche Ausweitung des Welthandels. Der Preisniveau-Anstieg in der Weltwirtschaft dürfte sich demnach in den kommenden Monaten weiter beschleunigen.

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