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Blitzanalyse SMA startet mit Zuwächsen ins Jahr

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Anders als die meisten deutschen Solarmodul- und Zellhersteller, die inzwischen pleite sind, konnte sich SMA bislang im Markt behaupten. Quelle: dpa

Frankfurt Nach tiefroten Zahlen im Jahr 2013 und 2014 hat SMA Solar unter Firmenchef Pierre-Pascal Urbon es geschafft, den Konzern in den vergangenen Jahren zu stabilisieren und die Bilanz zu bereinigen. Gleichzeitig leidet der Konzern aber unter einem Umsatzschwund. Die wichtigsten Fakten.

  • 2017 hat SMA wegen eines Nachfrageeinbruchs in den USA einen Umsatzrückgang auf

    891 Millionen Euro

    verbucht.

  • Im ersten Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von etwa

    180 Millionen Euro

    und einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund

    18 Millionen

    erzielt.

  • Vorstandschef Urbon rechnet mit einer positiven Entwicklung 2018.

Die wichtigsten Punkte aus der Bilanz 2017

Umsatz: Die Erlöse lagen mit 891,0 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Den Rückgang erklärt Urbon im Wesentlichen mit einer stark eingebrochenen Nachfrage auf dem US-Markt, nachdem Präsident Donald Trump angekündigt hatte, Strafzölle auf Solarmodule einzuführen. Auch die Steuerreform des US-Präsidenten wirkte sich laut Urbon negativ auf das Geschäft aus. Mit dem Umsatz blieb SMA unter seiner Prognose von mindestens 900 Millionen. Wegen des Preisverfalls verbuchte der Solarkonzern 2017 trotz eines Absatzrekordes von 8,5 Gigawatt verkaufter Wechselrichter-Leistung, demnach einen Umsatzrückgang von rund sechs Prozent.

Gewinn: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um fast ein Drittel auf etwa 97 Millionen Euro ein, lag damit am oberen Ende der Prognose. Der Nettogewinn stagnierte dank steuerlich genutzter Verlustvorträge in China bei 30 Millionen Euro.

Positiver Ausblick für 2018

Erstes Quartal: Für das laufende Jahr kündigte SMA einen Umsatz zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Euro an und ein Ebitda zwischen 90 und 110 Millionen. Im ersten Quartal habe das Unternehmen einen Umsatz von etwa 180 (Vorjahreszeitraum: 173) Millionen Euro und einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 18 (15,9) Millionen erzielt, sagte Urbon am Mittwoch. „Mit der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Quartal und unserem hohen Auftragsbestand sind wir auf einem guten Weg, die gesteckten Ziele für dieses Jahr zu erreichen“, zeigt sich der SMA-Chef zuversichtlich.

Neue Ausrichtung: Der Konzern will sich zukünftig vom Hardware-Hersteller zum Energiedienstleister wandeln, auch dafür sollen im laufenden Geschäftsjahr Investitionen getätigt werden.

Solarbranche in der Krise

Anders als die meisten deutschen Solarmodul- und Zellhersteller, die inzwischen pleite sind, konnte sich SMA bislang im Markt behaupten. Der Konzern gilt mit seinen Wechselrichtern, dem Herzstück in Solaranlagen, als Weltmarktführer. Gleichwohl sorgen asiatische Anbieter mit Billigprodukten für Margendruck.

Das Geschäftsjahr 2017 spiegelt laut CEO Urbon die Dynamik der Branche wider. „Unser US-Geschäft verzeichnete aufgrund des regulativen Umfelds einen plötzlichen Nachfragerückgang, während SMA von der positiven Marktentwicklung in Europa und Asien profitieren konnte“, erläutert Urbon bei der Vorstellung der Zahlen in Frankfurt. Mit dem erwirtschafteten operativen Ergebnis sei man zufrieden, erklärt Urbon.

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