Brexit Deutsche Bank schafft weniger Jobs in Frankfurt als gedacht

Im Zuge des Brexits plant die Deutsche Bank laut Vorstandschef John Cryan einige Hundert Jobs in Frankfurt zu schaffen. Das sind deutlich weniger als bislang angenommen.

Die Deutsche Bank plant laut Vorstandschef John Cryan einige Hundert Jobs in der Mainmetropole zu schaffen – aber nicht nur dort. Quelle: dpa

BerlinDie Deutsche Bank wird nach Worten von Vorstandschef John Cryan im Zuge des Brexits weniger Mitarbeiter von London nach Frankfurt holen als angenommen. „Die in den Medien immer wieder genannte Zahl von 4000 ist viel zu hoch“, sagte der Manager der „Neuen Zürcher Zeitung“. Sicher werde das Buchungszentrum umziehen, was aber weniger Stellen seien als viele annähmen. Man werde zunächst wohl einige Hundert Jobs in Frankfurt schaffen – aber nicht nur dort. „Ein italienischer Mitarbeiter wechselt vielleicht lieber von London nach Mailand, um sich von dort aus um italienische Kunden zu kümmern“, sagte Cryan. So unterstütze Italien die Zuzügler durch günstige steuerliche Rahmenbedingungen.

Die Deutsche Bank hat in London 8600 Mitarbeiter. Früheren Angaben von Vorstandsmitglied Sylvie Matherat zufolge könnten rund 4000 Stellen in der britischen Hauptstadt wegfallen. Auch andere Geldhäuser wollen wegen des Brexits Stellen verlagern. Hintergrund ist, dass das Königreich voraussichtlich nicht mehr Teil des europäischen Binnenmarktes sein wird.

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