WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Brexit-Folgen Deutsche Bank holt großen Teil der Clearing-Aktivitäten nach Frankfurt

Die Deutsche Bank holt einen Großteil ihres Clearings von auf Euro lautenden Wertpapiergeschäften nach Frankfurt. Auch die Deutsche Börse profitiert.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Frankfurt Die Deutsche Bank hat einen „großen Teil“ ihres Clearings von auf Euro lautenden Wertpapiergeschäften von London nach Frankfurt geholt. Ein Sprecher von Deutschlands größtem Geldhaus bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Financial Times“. Mit der Umstellung seien allerdings keine Jobverlagerungen von der Themse an den Main verbunden, sagte er. In welchem Umfang die Bank Geschäft verlagert hat, wollte er nicht konkret sagen. Die „FT“ hatte berichtet, es sei fast die Hälfte.

Die Entscheidung der Deutschen Bank, künftig mehr Geschäft in Frankfurt abzuwickeln, spielt der Deutschen Börse in die Hände. Sie bemüht sich derzeit, im Zuge des Austritts Großbritanniens aus der EU derartige Geschäfte nach Frankfurt zu ziehen. Wichtigster Akteur in diesem Bereich ist LCH Clearnet, eine Tochter der Londoner Börse LSE. Bei der Deutschen Börse betreibt die Derivate-Tochter Eurex dieses Geschäft, ihr Marktanteil ist zwar zuletzt gestiegen, liegt mit aktuell acht Prozent aber immer noch weit unter dem von LCH.

Unter Clearing versteht man die Abrechnung und Abwicklung von Wertpapiergeschäften. Es steht damit zwischen dem Handel selbst und der sogenannten Verwahrung (Settlement).

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%