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Brexit Goldman Sachs investiert in Londoner Büros

Während sich zahlreiche Banken nach Alternativen umschauen, will die US-Investmentbank Goldman Sachs auch nach dem Brexit in London bleiben. Neue Investitionen in der britischen Hauptstadt bekräftigen die Pläne.

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Goldman Sachs lässt sich von drohenden Nachteilen aus dem baldigen EU-Austritt Großbritanniens nicht abschrecken: Laut den Tweets von Unternehmenschef Lloyd Blankfein soll London auch nach 2019 Hauptquartier der Investmentbank bleiben. Quelle: Reuters

London Die US-Investmentbank Goldman Sachs hofft ihr neues Europa-Hauptquartier in London auch nach dem britischen EU-Austritt füllen zu können. „Bin in London. Hier investiert Goldman Sachs weiterhin in sein neues, großes Euro-Hauptquartier. Erwarte/hoffe es zu füllen, aber vieles liegt außerhalb unserer Kontrolle. #Brexit“, twitterte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein am Montag.

Die Investmentbank baut derzeit ein neues Bürogebäude, das ab 2019 auf gut 100.000 Quadratmetern Platz für die 6.000 Mitarbeiter von Goldman Sachs in Großbritannien bieten soll. Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Goldman Sachs sei aber nicht verpflichtet, das gesamte Bürogebäude zu mieten.

Nach dem Brexit im März 2019 brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem Land der Europäischen Union, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Bislang ist unklar, wie viele Goldman-Sachs-Mitarbeiter im Zuge des EU-Austritts Großbritanniens umziehen müssen. Vieles hängt von der genauen Ausgestaltung des Brexit und den Vorgaben der Aufsichtsbehörden ab.

Die Investmentbank hat sich im Zuge des Brexit entschieden, ihren Standort in Frankfurt auszubauen. In der Mainmetropole bezieht Goldman Sachs 2019 neue Büroräume, die Platz für rund 700 Banker bieten würden. Bislang beschäftigt das Institut rund 200 Mitarbeiter in Frankfurt. Auch die Wall-Street-Rivalen JPMorgan, Citi und Morgan Stanley haben entschieden, wichtige Teile ihres Geschäfts an den Main zu verlagern.

Vor nicht einmal zwei Wochen hatte Blankfein mit einem Tweet für Aufregung in Großbritannien gesorgt. „Ich habe gerade Frankfurt verlassen. Großartige Treffen, Großartiges Wetter, ich habe es wirklich genossen. Gut, denn ich werde dort viel mehr Zeit verbringen. #Brexit“, twitterte der Goldman-Sachs-Chef am 19. Oktober.

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