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Britische Großbank Barclays rutscht wegen Rechtskosten in die roten Zahlen

Die Kosten aus Strafzahlungen und Kundenentschädigungen haben die britische Großbank Barclays tief ins Minus gedrückt. Die Aktie fällt.

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London Die britische Großbank Barclays ist wegen hoher Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich verbuchte die Bank einen Verlust von 764 Millionen Pfund (874 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 190 Millionen im Vorjahresquartal, wie Barclays am Donnerstag mitteilte.

Eine Strafe in den USA wegen des Verkaufs von faulen Hypothekenpapieren (RMBS) belastete das Ergebnis mit 1,4 Milliarden Pfund. Für die Entschädigung von Kunden, denen sie unnötige Kreditversicherungen verkauft hatte, verbuchte die Bank weitere 400 Millionen Pfund.

Bereinigt um diese Belastungen legte der Vorsteuergewinn dank niedrigerer Kosten für faule Kredite um ein Prozent auf 1,7 Milliarden Pfund zu. In der seit langem schwächelnden Investmentbank verbesserte sich die Lage etwas. Die Bank schöpft neue Hoffnung, hier voranzukommen. Sie kündigte am Donnerstag an, das Büro in Australien wieder zu eröffnen – zwei Jahre, nachdem Barclays sich weitgehend aus dem Investmentbanking in Asien-Pazifik zurückgezogen hatte.

Barclays bekräftigte, 2018 eine Dividende von 6,5 Cent je Aktie zahlen zu wollen – trotz der Strafen, die das Kapitalpolster abschmelzen lassen. Die harte Kernkapitalquote (CET-1) sank per Ende März auf 12,7 Prozent von 13,3 Prozent Ende 2017. Die Barclays-Aktie fiel in London um gut zwei Prozent.

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