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Britische Großbank Lloyds streicht alle Boni

Wegen der hohen Belastungen aufgrund der Coronakrise zahlt die britische Lloyds-Bank in diesem Jahr keine Leistungsprämien an ihre Mitarbeiter.

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Während das Unternehmen im dritten Quartal einen Gewinn erzielte, wird der Nettogewinn für das Gesamtjahr mit etwa 1,1 Milliarden Pfund deutlich niedriger ausfallen als im Jahr 2019 (2,5 Milliarden Pfund). Quelle: AP

Die Lloyds Banking Group streicht die Boni für alle Mitarbeiter in diesem Jahr, da die Covid-19-Pandemie das Ergebnis stark belastet. Ein Sprecher der Bank bestätigte, dass angesichts der erwarteten Rentabilität keine Leistungsprämien ausgezahlt werden.

Lloyds erwartet, in diesem Jahr mindestens 4,5 Milliarden Pfund (6 Milliarden Dollar) für Kredite zurückzustellen, die aufgrund der Coronakrise ausfallgefährdet sind.

Während das Unternehmen im dritten Quartal einen Gewinn erzielte, wird der Nettogewinn für das Gesamtjahr mit etwa 1,1 Milliarden Pfund deutlich niedriger ausfallen als im Jahr 2019 (2,5 Milliarden Pfund).

Die britische Großbank hatte bereits mitgeteilt, dass der Konzernvorstand auf seine Bonusansprüche für dieses Jahr verzichtet.

Letzte Woche erhielten die Bank und andere britische Kreditgeber die Erlaubnis, ab dem nächsten Jahr wieder Dividenden auszuschütten, nachdem sie die Ausschüttungen im März auf Geheiß der Bank of England gestrichen hatten.

Der Schritt wurde von der Aufsichtsbehörde an Bedingungen geknüpft, darunter ein „hohes Maß an Vorsicht und Umsicht“ bei Boni für leitende Mitarbeiter.

Ein Sprecher sagte, dass die meisten Mitarbeiter im Jahr 2021 Gehaltserhöhungen über der Inflationsrate erhalten werden.

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