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Britischer Notenbankchef Mark Carney rechnet ohne Brexit-Deal mit Wachstumsdelle

Die genauen Bedingungen des Brexits stehen weiterhin nicht fest. Für den britische Notenbankchef Mark Carney ist klar: Kommt kein Handelsabkommen mit der EU zustande, würde das das britische Wirtschaftswachstum bremsen.

Der Chef der britischen Notenbank hatte am Donnerstag erstmals seit 2007 die Zinsen erhöht. Quelle: AP

LondonDer britische Notenbankchef Mark Carney stimmt die Briten nach dem Brexit auf eine Wachstumsdelle ein. Sollte es nicht gelingen, nach dem Ausscheiden aus der Europäischen Union ein Handelsabkommen abzuschließen, werde das Wachstum kurzfristig geringer ausfallen, sagte Carney am Sonntag in einem TV-Interview. Die Wirtschaft müsse sich neu orientieren, wenn sie einen deutlich geringeren Zugang zum EU-Binnenmarkt habe. Die Unsicherheit mache sich bereits bemerkbar: Angesichts der Stärke der Weltwirtschaft müsse das Wachstum bei den Investitionen eigentlich höher ausfallen.

Die britische Notenbank hat am Donnerstag erstmals seit 2007 die Zinsen erhöht, um die im Zuge des Pfund-Kursrückgangs gestiegene Inflation in den Griff zu bekommen. Eine straffere Geldpolitik stärkt tendenziell die Währung und dämpft den Preisauftrieb. Der Inflationsdruck könne verhindern, dass die Bank von England die Zinsen bei einer schlechten Brexit-Vereinbarung senken kann, sagte Carney. Dieses Szenario sei allerdings nicht das wahrscheinlichste.

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