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Britischer Notenbankchef Mark Carney spricht von Milliardenschaden durch Brexit

Der britische Notenbankchef Mark Carney schätzt die Kosten des Brexits für die dortige Wirtschaft auf rund zehn Milliarden Pfund pro Jahr. Kritiker werfen ihm vor, nur die negative Folgen zu beachten.

Der britische Notenbankchef äußerte sich kritisch über die Folgen des Brexit-Votums. Quelle: Reuters

LondonDer britische Notenbankchef Mark Carney hat die Kosten des Brexit für die Wirtschaft auf rund zehn Milliarden Pfund pro Jahr beziffert. Die „Times“ berichtete am Donnerstag, der Währungshüter habe sich am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos entsprechend geäußert. Ein Sprecher der Notenbank wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Dieser basiert auf Äußerungen von Teilnehmern, die in Davos an einem Treffen mit Carney hinter verschlossenen Türen teilnahmen.

Brexit-Befürworter hingegen haben den Kanadier Carney an der Spitze der britischen Notenbank mehrfach vorgeworfen, er versteife sich zu sehr auf negative konjunkturelle Auswirkungen des EU-Austritts. Die Wirtschaft auf der Insel ist nach dem Anti-EU-Votum vom Sommer 2016 zwar besser als erwartet gelaufen. Dennoch hinkte das Wachstum in den ersten drei Quartalen des vorigen Jahres hinter der Entwicklung in anderen großen Industriestaaten her.

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