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Bürokommunikation JP Morgan bestraft Händler für die Nutzung von WhatsApp

Die Bank hat Kreisen zufolge einen Händler wegen WhatsApp-Nutzung entlassen. JP Morgan betrachtet das wohl als Verstoß gegen die Unternehmensregeln.

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JP Morgan Chase hat mehr als ein Dutzend Händler für die Verwendung von WhatsApp bei der Arbeit bestraft. Eine Person wurde entlassen, den anderen wurde der Bonus gekürzt, wie es aus unterrichteten Kreisen heißt.

Edward K., der fast 20 Jahre lang bei der Investmentbank tätig war, sei im Januar beurlaubt und nun offiziell entlassen worden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Er soll eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet und diese dazu genutzt haben, sich mit anderen Mitarbeitern des Handelsbereichs über Marktgeschehnisse auszutauschen. Wie zu hören ist, betrachtet JP Morgan dies als Verstoß gegen die Unternehmensregeln.

K. war für Handelsgeschäfte mit Unternehmensanleihen und Kreditderivaten zuständig. Die Bonuskürzung löste Empörung bei seinen unterstellten Mitarbeitern aus, die seinem Beispiel gefolgt waren und die Chat-Gruppe benutzt hatten, sagten die Personen, die sich nur unter Zusicherung ihrer Anonymität über die interne Angelegenheit äußern wollten.

Ein Sprecher von JP Morgan lehnte einen Kommentar ab. K. reagierte nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme.

WhatsApp sieht eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten vor. Daher können die Gespräche von den Compliance-Abteilungen der Wall-Street-Banken nicht einfach überwacht werden.

Das stellt ein Problem für Unternehmen dar, die sicherstellen müssen, dass sich ihre Mitarbeiter an keinen illegalen Aktivitäten beteiligen wie Betrug oder Insiderhandel.

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