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Bundesbank-Daten Deutsche Geldhäuser im August mit mehr als 18 Milliarden Euro in Türkei engagiert

Deutsche Banken haben hohe Forderungen in der Türkei. Die Bundesregierung könnte aber bald eine Einschränkung der Exportkredit-Bürgschaften prüfen.

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Deutsche Banken haben 18 Milliarden Euro Forderungen in Türkei Quelle: dpa

Die deutschen Kreditinstitute sind in der Türkei laut Bundesbank mit hohen Summen engagiert. Wegen des Militäreinsatzes gegen eine Kurden-Miliz in Nordsyrien steht das Land massiv in der Kritik. Die Bundesregierung will bei einem weiteren türkischen Vormarsch auch eine Einschränkung der Exportkredit-Bürgschaften prüfen.

Wie aus statistischen Daten der Bundesbank zum Türkei-Engagement der Geldhäuser hervorgeht, lagen die Gesamtforderungen der Institute im August bei 18,45 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang von 8,1 Prozent binnen Jahresfrist. Schon seit einigen Monaten sind die Forderungen gesunken. Im Vergleich dazu waren es gegenüber dem Euro-Land Griechenland im August demnach 21,42 Milliarden Euro. Insgesamt haben deutsche Geldhäuser im Ausland Forderungen von rund 2,05 Billionen Euro.

Die Europäische Investmentbank (EIB) hat laut einem Zeitungsbericht das Neugeschäft mit der Türkei fast komplett eingestellt. „Solange sich die türkische Politik nicht grundlegend ändert, gehen wir Richtung null“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagausgabe) Insider der EU-Förderbank. Die Bankgremien hätten in diesem Jahr kein einziges Vorhaben positiv entschieden.

Im Mai sei nur ein bereits genehmigtes Darlehen über 67 Millionen Euro für ein Abwasserprojekt unterzeichnet worden. Traditionell vergebe die EIB Kredite über rund 1,5 Milliarden Euro an die Türkei. In diesem Jahr würden weniger als 100 Millionen erwartet.

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