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Bundesbank mit Gewinneinbruch Bund erhält nur noch 400 Millionen Euro

Der Bund erhält von der Bundesbank deutlich weniger Geld als erwartet. Das ist vor allem auf erhöhte Rückstellungen für Zinsrisiken zurückzuführen. Der Gewinn der Notenbank fällt von 3,2 auf 1,0 Milliarden Euro.

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Der Präsident der Bundesbank hatte bereits vor Jahresfrist vor notwendigen Rückstellungen gewarnt. Quelle: dpa

Frankfurt Der Bundesbank überweist wegen einer erhöhten Risikovorsorge einen deutlich schmaleren Gewinn an Finanzminister Wolfgang Schäuble. Sie erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Überschuss von nur noch 1,0 Milliarden Euro, nachdem es 2015 noch 3,2 Milliarden Euro waren, wie die Bundesbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Geänderte Regeln für Pensionsrückstellungen führten dazu, dass davon nur 400 Millionen Euro an den Bundeshaushalt fließen. Die Regierung hatte allerdings in ihrem Etat einen Gewinn von 2,5 Milliarden Euro eingeplant, womit eine Lücke von 2,1 Milliarden Euro entsteht.

Die Bundesbank stockte im vergangenen Jahr ihre Wagnisrückstellung zur Risikovorsorge um kräftige 1,8 Milliarden Euro auf 15,4 Milliarden Euro auf. Der Hauptgrund sind Zinsänderungsrisiken im Zusammenhang mit den Wertpapieren, die die Bundesbank im Zuge des großen Anleihenkauf-Programms der Europäischen Zentralbank (EZB) erworben hat. Wenn die Zinsen wieder steigen, sinken die Kurse der gekauften Anleihen. Selbst bei kleinen Zinsschritten könnte dies hohe Wertverluste auf den Anleihenbestand bedeuten. Diese Risiken berücksichtigte die Bundesbank im vergangenen Geschäftsjahr zu ersten Mal. Die Zinserträge stiegen 2016 hingegen auf 3,7 Milliarden Euro nach 3,3 Milliarden Euro vor Jahresfrist.

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