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Bundesbank-Präsident Weidmann äußert sich zum Handelsstreit – „Gift für die Konjunktur“

Der Präsident der Bundesbank sieht die Eskalation im Handelsstreit als Konjunkturdämpfer. Auch Deutschland wäre zumindest in geringem Maße betroffen.

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Bundesbank: Jens Weidmann äußert sich zum Handelsstreit Quelle: Reuters

Frankfurt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einem weiteren Konjunkturdämpfer durch die Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China. Der Welthandel sei schon zum Jahreswechsel spürbar gebremst worden, sagte Weidmann an diesem Donnerstag auf dem Deutschen Sparkassentag in Hamburg. „Daher wäre eine weitere Eskalation Gift für die Konjunktur – vor allem in den USA.“

Auch Deutschland wäre betroffen, wenn auch in einem geringeren Umfang, ergänzte er. „Hoffnungen, die Wirtschaft könnte von dem Streit durch Handelsumlenkung insgesamt profitieren, sollte sich niemand hingeben.“

Nach früheren Bundesbank-Berechnungen könnten allein die von den USA und China bereits beschlossenen Handelsschranken die Wirtschaftsleistung beider Länder um jeweils 0,5 Prozent eintrüben und den Welthandel um ein Prozent verringern.

Zusätzlich hatten die USA am Freitag neue Zölle auf Importe aus China im Volumen von 200 Milliarden Dollar verhängt. US-Präsident Donald Trump lässt zudem höhere Abgaben auf alle übrigen Einfuhren aus der Volksrepublik vorbereiten. China kündigte daraufhin an, ab Juni weitere Zölle auf US-Waren im Volumen von 60 Milliarden Dollar zu verhängen.

Weidmann ging auch auf die Drohung der USA ein, auf Autoimporte zusätzliche Zölle zu erheben. „Dies würde die deutschen Hersteller hart treffen“, sagte er. 2018 exportierten deutsche Produzenten in die USA laut Bundesbank Fahrzeuge und Fahrzeug-Teile im Wert von 27 Milliarden Euro.

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