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Bundesbank-Präsident Weidmann hält Aufstockung der EZB-Anleihekäufe für problematisch

Geldpolitischen Notfallmaßnahmen dürfen laut Weidmann nicht zur Dauereinrichtung werden. Wenn der Preisausblick es fordere, müsse die Geldpolitik normalisiert werden.

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Laut dem Bundesbank-Präsident darf der Anteil, den die Notenbanken an den Staatsanleihen der Euro-Länder halten, nicht zu groß werden. Quelle: Reuters

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann äußert sich kritisch zu den jüngsten Hilfsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Bewältigung der Corona-Folgen. „Sicherlich bestand zuletzt Handlungsbedarf für die Geldpolitik“, sagte er am Mittwoch laut Redetext.

Der Anteil, den die Notenbanken an den Staatsanleihen der Euro-Länder halten, dürfe aber nicht zu groß werden. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Geldpolitik einen zu dominanten Markteinfluss gewinne und die Unterschiede in den Risikoprämien der Staatsanleihen einebne.

„Das schwächt die Marktdisziplinierung weiter,“ sagte Weidmann. Dieses Problem werde durch die jüngst beschlossene Aufstockung des Pandemie-Anleihenkaufprogramms PEPP abermals verschärft.

Die EZB hatte auf ihrer Zinssitzung in der vergangenen Woche das PEPP-Programm um 500 Milliarden Euro auf ein Volumen von inzwischen 1,85 Billionen Euro erhöht. Es war bereits die zweite Aufstockung dieses Notfall-Programms. Zudem wurden die Käufe bis Ende März 2022 verlängert.

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    „Wir müssen aufpassen, dass die geldpolitischen Notfallmaßnahmen nicht zur Dauereinrichtung werden: Sie müssen nach der Krise wieder zurückgefahren werden“, forderte Weidmann.

    Wenn der Preisausblick es erfordere, müsse die Geldpolitik insgesamt normalisiert werden. „Für die Notenbanken könnte es aber immer schwerer werden, die expansive Ausrichtung rechtzeitig zurückzunehmen, denn höhere Zinsen dürften nicht jedem schmecken“, warnte er. 

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