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Bundesbank-Präsident Weidmann warnt vor Handelskrieg zwischen den USA und der EU

Die schädlichen Auswirkungen könnten laut Weidmann erheblich größer ausfallen als im Falle des aktuellen US-Handelsstreits mit China.

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„Ein ausgewachsener Handelskrieg könnte beide Seiten teuer zu stehen kommen“, sagte er. Quelle: Reuters

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat vor einem Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union gewarnt. „Ein ausgewachsener Handelskrieg könnte beide Seiten teuer zu stehen kommen“, sagte er am Mittwoch auf einer Veranstaltung in New York laut Redetext.

Die schädlichen Auswirkungen könnten erheblich größer ausfallen als im Falle des aktuellen US-Handelsstreits mit China. Denn der Wert der amerikanischen Exporte in die EU sei dreimal so groß wie der Wert der US-Ausfuhren nach China. Würden auf alle Handelsströme zwischen den USA und der EU neue Zölle von 25 Prozent erhoben, könnte die Wirtschaftsleistung der USA mittelfristig um 1,5 Prozent sinken.

Weidmann wies in diesem Zusammenhang Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump zurück, die EZB schwäche mit ihrer ultralockeren Geldpolitik bewusst den Euro, um Unternehmen aus dem Währungsraum Vorteile auf dem Weltmarkt zu verschaffen. Weder die US-Notenbank noch die EZB hätten Wechselkurse als Ziel, betonte Weidmann. Primäres Ziel der EZB sei die Wahrung der Preisstabilität.

Mehr: Österreichs Notenbankchef Holzmann kritisiert die Niedrigzinspolitik der EZB als nicht nachhaltig. Große Hoffnungen setzt er in die designierte neue EZB-Präsidentin Lagarde.

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