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Bundesbank zu Instant Payments „Zahlungen in Echtzeit werden ein Erfolg“

Bundesbank-Vorstand Thiele erwartet, dass sich Geldüberweisungen in Echtzeit bald durchsetzen werden. Mittels Instant Payments wird Geld in wenigen Sekunden transferiert. Seit November haben einige Banken sie im Angebot.

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Bundesbank zu Instant Payment: „Echtzeitzahlungen werden Erfolg“

Frankfurt Zahlungen in Sekundenschnelle könnten nach Einschätzung der Bundesbank für viele Bankkunden zukünftig Alltag werden. „Ich bin zuversichtlich, dass Echtzeitzahlungen auf mittlere Sicht ein Erfolg werden“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in Frankfurt. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass sich das von heute auf morgen durchsetzen wird“, räumte er ein. „Viel wird von Nutzerfreundlichkeit und Reichweite abhängen.“

Durch sogenannte Instant Payments wird der Überweisungsbetrag binnen zehn Sekunden von einem Konto auf ein anderes gutgeschrieben. Der Auftrag erfolgt per Online-Banking oder mit einer Smartphone-App. Bisher werden Überweisungen in der Regel am folgenden Bankarbeitstag gutgeschrieben. Die Kreditwirtschaft reagiert mit dem System auch auf eine Reihe von Angeboten von Online-Bezahldiensten wie Paypal, die schon seit geraumer Zeit sekundenschnelle Geldüberweisungen ermöglichen.

„Früher hat es bis zu fünf Tage gedauert, bis eine Überweisung auf dem anderen Konto ankam“, so Thiele. „Heutzutage bekommt man alles in Echtzeit, dazu passen Zahlvorgänge mit langen Laufzeiten nicht mehr.“

Als erste Bank in Deutschland startete die Hypo-Vereinsbank im November ein Instant-Payment-Angebot. „Der Anfang ist gemacht: Seit dem 21. November bieten erste Banken in Europa Echtzeitzahlungen an. Weitere Banken und Sparkassen in Deutschland werden 2018 folgen“, sagte Thiele. „Zunächst bedeutet das einen nicht unerheblichen Investitionsaufwand für die Kreditinstitute, aber die Bereitschaft zu investieren, ist vorhanden.“

Auch die Wirtschaft habe großes Interesse an der neuen Technik, weil sie dadurch mehr Transparenz habe, sagte Thiele: „Wenn nicht gezahlt wird, wird nicht geliefert.“ Natürlich müssten Sicherheit und Datenschutz gewährleistet sein, betont der Bundesbank-Vorstand. „Aber mögliche Missbrauchsfälle können nicht der Grund sein, Instant Payments erst gar nicht anzubieten.“

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