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Bundestagswahl Olaf Scholz: „Selbst auf Platz zwei kann man Kanzler werden“

Der Kandidat der SPD blickt optimistisch auf die Wahl. In der Partei spüre man „ein Momentum, und da geht noch mehr.“

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In Umfragen legten die Sozialdemokraten zuletzt zu. Quelle: dpa

Vor dem Hintergrund gestiegener Umfragewerte für die SPD zeigt sich Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit Blick auf seine Chancen auf das Kanzleramt zuversichtlich. „Sechs Wochen sind es noch bis zur Bundestagswahl und ein paar Prozente mehr, und es reicht“, sagte er im „Spiegel“-Interview. Es sei durchaus realistisch, dass die SPD die Wahl gewinne. „Wir spüren ein Momentum, und da geht noch mehr.“

Im direkten Vergleich mit Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) und der Kandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hat der Finanzminister laut ZDF-„Politbarometer“ die Nase vorn. 59 Prozent der Befragten trauen ihm das Amt des Bundeskanzlers zu (Laschet 28, Baerbock 23). Gewählt werden in Deutschland allerdings Parteien.

Aber auch die SPD konnte zuletzt in mehreren Umfragen zulegen (Kantar, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen) und liegt aktuell bei 19 Prozent. Die Union hat Punkte eingebüßt und kommt auf 22 bis 26 Prozent. Auch die Umfragewerte der Grünen haben sich verschlechtert. Sie liegen bei 19 bis 21 Prozent.

„Selbst auf Platz zwei kann man Kanzler werden“, sagte Scholz. Rechnerisch möglich in einem solchen Szenario wäre etwa eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP (Ampel).

Gefragt nach der Schnittmenge mit den Liberalen sagte Scholz. „Es gibt eine lange sozialliberale Tradition in Deutschland.“ Seine Jugend sei geprägt gewesen von der Kanzlerschaft Willy Brandts und Helmut Schmidts (beide SPD) von 1969 bis 1982. „Beide haben mit der FDP regiert, und diese Zeit hat dem Land gutgetan.“

Mehr: Die fünf Probleme des Olaf Scholz

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