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Chinas Ministerpräsident "Ein Handelskrieg hat keine Gewinner"

Nach einem Treffen mit EU-Spitzenfunktionären warnt Chinas Premier Li vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts – niemand könne als Sieger hervorgehen.

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Diesen Monat sollen weitere amerikanische Einfuhrzölle im Wert von 16 Milliarden US-Dollar auf chinesische Produkte folgen. Quelle: dpa

Peking Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat die USA vor den Auswirkungen eines Handelskrieges mit China gewarnt. Nach Gesprächen mit der EU-Spitze auf dem EU-China-Gipfel in Peking sagte Li Keqiang am Montag vor der Presse: „China will keinen Handelskrieg mit den USA. Niemand geht aus einem Handelskrieg als Sieger hervor.“

Er warf den USA zugleich vor, mit ihrem einseitigen Vorgehen gegen die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zu verstoßen.

Der Gipfel mit der EU, der jährlich stattfindet, richte sich nicht gegen die USA, versicherte Li Keqiang. Beide Seiten wollten das multilaterale, freie Handelssystem aufrechterhalten. „Die EU und China sind zwei Kräfte der Stabilität.“

Der Premier sprach von einer „komplizierten internationalen Landschaft“. Angesichts der neuen Probleme seien sich die EU und China einig, dass die WTO-Regeln verbessert werden müssen.Sie vereinbarten dafür eine Arbeitsgruppe.

Wegen des großen Handelsdefizits der USA zieht Trump gerade mit Strafzöllen gegen die EU, China, aber auch Japan, Kanada oder Mexiko zu Felde. Nach einem ersten Aufschlag mit 25-prozentigen Strafzöllen auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar sollen noch diesen Monat weitere auf Einfuhren von 16 Milliarden folgen.

Bis Ende August droht Trump mit zusätzlichen Sonderabgaben von zehn Prozent auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar.

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