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Christian Sewig Deutsche Bank will bei Konsolidierung eine aktive Rolle einnehmen

Der Chef der Deutschen Bank hofft, sich aktiv an einer Konsolidierung des europäischen Bankensektors beteiligen zu können. Die US-Amerikaner seien hier um Jahre voraus.

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„Die eigentliche Chance für eine Konsolidierung liegt darin, die Landesgrenzen in Europa zu überwinden.“ Quelle: Bloomberg

Berlin Die Deutsche Bank will bei einer Konsolidierung des Bankensektors Akteur sein und nicht passives Objekt. „Wir wollen natürlich immer gerne in einer Position sein, in der wir agieren können“, sagte der neue Vorstandschef Christian Sewing am Dienstag in Berlin. Beim Thema Fusionen und Übernahmen in der Finanzbranche seien die US-Amerikaner den Europäern und den Deutschen um Jahre voraus, erklärte der 48-Jährige, der seit Anfang April auf dem Chefsessel des größten deutschen Geldhauses sitzt. „Die eigentliche Chance für eine Konsolidierung liegt darin, die Landesgrenzen in Europa zu überwinden.“ Nur so könnten echte europäische Champions entstehen.

Die Chancen für solche europäischen Konsolidierungen seien allerdings nicht sonderlich gut, sagte Sewing. Politiker, Aufseher und Branchenvertreter fordern seit langem Fusionen von Finanzinstituten in Europa – viele Länder, vor allem Deutschland gelten als „overbanked“. Dass es dazu bislang nicht gekommen ist, liegt an komplizierten Regeln und auch an der Schwäche vieler Institute im Vergleich etwa zu den großen Wall-Street-Häusern.

Dennoch gibt es immer wieder Gerüchte über Gespräche. Erst kürzlich hieß es in einem Medienbericht, die italienische Großbank Unicredit liebäugle mit einer Fusion mit der französischen Societe Generale. In Deutschland tauchen parallel immer wieder Gedankenspiele über eine Großfusion von Deutscher Bank und Commerzbank auf. Erst vergangene Woche hatte Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner einen Medienbericht dementieren lassen, wonach er die Chancen eines solchen Bündnisses bereits aktiv bei Großinvestoren seines Hauses und der Bundesregierung auslote. Der Bund hält 15,6 Prozent an der Commerzbank, an der auch der Unicredit Interesse nachgesagt wird.

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