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Coin & Co. – Die Krypto-Kolumne Zwei gute Nachrichten für Bitcoin-Jünger

Es ist einfach, in diesen Tagen auf den Bitcoin draufzuhauen. Doch der Blockchain-Szene geht es blendend, und für den Bitcoin gibt es eine technische Verbesserung.

Bitcoin und Co.: Wie die Stuttgarter Börse den Krypto-Markt angreift Quelle: picture alliance / Hans Ringhofe

New YorkEine weitere schlechte Woche für den Bitcoin geht zu Ende. Bis einschließlich Donnerstag lag die größte Kryptowährung 18 Prozent im Minus. Googles Ankündigung, keine Werbung mehr für virtuelle Börsengänge, sogenannte ICOs, mehr zu schalten und der anstehende Gipfel der G-20 Finanzminister kommende Woche, bei dem es auch um die Regulierung von Kryptowährungen geht, haben den gesamten Bereich unter Druck gebracht. Schon in der Woche zuvor hat der Bitcoin 20 Prozent nachgegeben.

Klar, nun bekommen die Kritiker wieder Auftrieb: „Es scheint uns, als sei der Hype um den Bitcoin eine Blase, wie sie im Schulbuch steht, und sie steht wahrscheinlich kurz vor dem Platzen“, schlussfolgert etwa Stefan Hofrichter, der die Abteilung Weltwirtschaft und Strategie bei Allianz Global Investors leitet. Lucas Nuzzi vom Analysehaus Digital Asset Research sagt: „Die Leute stellen nun fest, dass dies keine Investment-Gelegenheit ist, um risikofrei und schnell reich zu werden.

Daher hat das öffentliche Interesse nachgelassen.“

Das stimmt. Der Bitcoin ist langweilig geworden. Die erhoffte Erholung in der zweiten Februarhälfte, nach dem chinesischen Neujahrsfest, ist ausgeblieben. Ohne immer neue Rekorde und Berichte über neue Bitcoin-Millionäre ist die Kryptowährung einfach nicht mehr so sexy. Google-Suchen nach dem Stichwort sind seit dem Allzeithoch im Dezember um 82 Prozent eingebrochen. Die Anzahl der Transaktionen ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Erstens: Das Start-up Lightning Labs hat eine Testversion einer neuen Software veröffentlicht, die Überweisungen per Bitcoin schneller machen soll. Sie erlaubt es Nutzern – zum Beispiel beim Online-Shopping – Transaktionen zu bündeln und zu verrechnen und nur die Summe aller Transaktionen an die Blockchain zu senden. Das Netzwerk soll dadurch weniger stark belastet werden, was auch die Transaktionskosten weiter senken soll.

Zweitens: Die Blockchain-Szene wächst und gedeiht. Die neue Technologie, die sowohl dem Bitcoin als auch anderen Kryptowährungen zugrunde liegt, war in den vergangenen Tagen das dominierende Thema auf der Technologiekonferenz SXSW in Austin.

Investoren und Entwickler bestätigen: Die Technologie zieht derzeit die hellsten Köpfe an - sei es, um den Bitcoin oder die zweitgrößte Währung Ether zu verbessern, oder um die technologische Infrastruktur von Großbanken wie JP Morgan Chase auf den neusten Stand zu bringen. Das macht Mut – ganz unabhängig vom Bitcoin-Preis.

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