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Comdirect Commerzbank-Tochter führt negative Zinsen für private Kunden ein

Wer bei der Comdirect mehr als 250.000 Euro auf dem Girokonto parkt, muss schon seit diesem Monat Negativzinsen zahlen. Weitere Banken könnten folgen.

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Vermögende Kunden müssen Negativzinsen zahlen. Quelle: dpa

Die Comdirect hat negative Zinsen auf die Sichteinlagen von Privatkunden eingeführt, beispielsweise auf dem Girokonto. Das geht aus einer Auswertung des Daten-Anbieters Biallo.de hervor, die der Nachrichtenagentur Bloomberg exklusiv vorliegt und die von einer Sprecherin der Bank bestätigt wurde.

Ihren Angaben zufolge gewährt die Tochter der Commerzbank einen Freibetrag von 250.000 Euro. Die ersten Kunden würden den Negativzins, der bei minus 0,5 Prozent liegt, seit dem 1. Dezember zahlen müssen. Die Bank treffe individuelle Vereinbarungen, ergänzte die Sprecherin.

Das Angebot von Festgeld- und Laufzeitkonten hat die Comdirect nach Angaben auf ihrer Webseite vorläufig eingestellt.

Im September war der EZB-Einlagensatz auf minus 0,5 Prozent gesenkt worden, was es für Geschäftsbanken teurer macht, überschüssige Liquidität bei der Zentralbank zu parken. Gleichzeitig wurden aber Ausnahmen eingeführt. Vor den Änderungen im September hatte die EZB-Zinspolitik deutsche Banken jährlich rund 2,4 Milliarden Euro gekostet.

Erste deutsche Institute haben damit begonnen, negative Zinsen sogar ab dem ersten Euro von bestimmten Privatkunden zu verlangen. Beobachter glauben, dass weitere Banken folgen werden.

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