Commerzbank-Tochter Petrus will Anteil an Comdirect erhöhen

Petrus Advisers will seinen Comdirect-Anteil auf mehr als fünf Prozent erhöhen. Die Briten gelten als aktivistischer Investmentfonds. Für die Online-Tochter der Commerzbank fordern sie Kostensenkungen und Umbesetzungen.

Petrus will Anteil an Commerzbank-Tochter Comdirect: ausbauen Quelle: dpa

Der aktivistische Fonds Petrus Advisers will seinen Anteil an der Commerzbank-Tochter Comdirect aufstocken. „Wir werden Aktien zukaufen und auch die fünf Prozent überschreiten“, sagte Petrus-Mitgründer Klaus Umek der Wirtschaftswoche. Nach eigenen Angaben hält der Londoner Fonds bislang rund ein Prozent an der Direktbank. Petrus hatte das Commerzbank-Management in einem offenen Brief als „ideenlos agierenden Aktionär“ kritisiert, „ohne Interesse an einer Wachstumsstrategie“ und mit einem „haarsträubenden“ Kostenproblem.

Die Commerzbank hält 82 Prozent an der Comdirect. Aktionäre zeigten sich erfreut über die Aussagen Umeks, die Comdirect-Aktie legte am Donnerstag bis zu zwei Prozent zu auf 11.36 Euro. Fünf Prozent an Comdirect entsprächen knapp 80 Millionen Euro. Petrus Advisers managt nach eigenen Angaben 350 Millionen Euro. Die Gründer hätten „sehr viel eigenes Geld„ investiert und unendlich Geduld, sagte Umek. Er forderte bei der Comdirect Umbesetzungen im Management, einen unabhängigen Aufsichtsrat, Umstellung von Incentive-Plänen auf Comdirect- statt auf Commerzbank-Aktien, einen Verkauf der Tochter eBase und Kosteneinsparungen von 25 Millionen Euro.

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