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Coronakrise Wirtschaftsweise erwarten bessere Konjunktur – trotz Teil-Lockdown

Der Wirtschaftseinbruch in der Coronakrise fällt laut des Expertengremiums weniger schlimm aus als befürchtet. Der Teil-Lockdown im November wirkt sich nicht stark aus.

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Trotz des Teil-Lockdowns im November prognostizieren die Wirtschaftsweisen eine bessere Konjunktur als angenommen. Quelle: dpa

Der Konjunktureinbruch in Deutschland wird den Wirtschaftsweisen zufolge ungeachtet des Teil-Lockdowns im November weniger scharf ausfallen, als in der Finanzkrise 2009. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 5,1 Prozent einbrechen, sagte eine mit den Prognosen des Sachverständigenrates vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Damit fiele der ökonomische Schaden 2020 trotz Jahrhundert-Pandemie geringer aus als nach der Finanzkrise 2008.

Fachleute hatten nach dem Ausbruch im Frühjahr sogar einen bis zu doppelt so starken Einbruch vorhergesagt. Im Jahr 2009 war Europas größte Volkswirtschaft um 5,7 Prozent geschrumpft. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuerst über die neue Einschätzung des Expertengremiums um den Vorsitzenden Lars Feld berichtet.

Die fünf Wirtschaftsweisen sind auch optimistischer als die Forschungsinstitute und die Bundesregierung, die aktuell rund fünfeinhalb Prozent Schrumpfung erwarten. „Die Politik hat in der Krise rasch und entschlossen gehandelt“, heißt es im Gutachten, das am Mittwoch offiziell veröffentlicht wird.

Demnach steigert die Regierung die Wirtschaftsleistung allein durch ihr Konjunkturpaket in diesem und im kommenden Jahr zusammen um 1,1 bis zwei Prozent - ein deutlicher Schub.

Für das kommende Jahr rechnen die Ökonomen mit einem Wachstum von 3,7 Prozent. Im Juni waren sie noch von einem Einbruch von 6,5 Prozent im laufenden Jahr ausgegangen, dem 2021 ein Wachstum von 4,9 Prozent folgen sollte. Das Jahresgutachten des Sachverständigenrates soll am Mittwoch offiziell veröffentlicht und der Bundesregierung übergeben werden.

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