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Coronavirus US-Notenbanker sieht drastische Belastungen für Jobmarkt und Wirtschaft in Viruskrise

Der Chef des Fed-Bezirks Dallas geht von einer stark ansteigenden Arbeitslosenquote und einem schweren Konjunktureinbruch im Frühjahr aus.

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Der US-Notenbanker geht von einem massiven Konjunktureinbruch im Frühjahr aus. Quelle: Reuters

Die Viruskrise wird nach Ansicht eines führenden US-Währungshüters Wirtschaft und Arbeitsmarkt einbrechen lassen. Er rechne damit, dass die Arbeitslosenquote im Frühjahr auf Werte im unteren bis mittleren Bereich zwischen zehn und 20 Prozent ansteigen werde, sagte der Chef des Fed-Bezirks Dallas, Robert Kaplan, am Freitag Bloomberg TV.

Zum Jahresende dürfte sie sich dann bei sieben bis acht Prozent einpendeln. Zum Vergleich: Zuletzt lag sie bei 3,5 Prozent, was praktisch Vollbeschäftigung bedeutet.

Der Chef des Fed-Bezirks von St. Louis, James Bullard, bezifferte unlängst die Zahl der besonders gefährdeten Jobs auf 46 Millionen. Das seien vor allem Arbeitsplätze mit Publikumsverkehr, also Tätigkeiten, bei denen es zum Kontakt mit der Öffentlichkeit komme.

Kaplan geht auch von einem massiven Konjunktureinbruch im Frühjahr aus. Dabei dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Zeitraum aufs Jahr hochgerechnet im 20er-Prozent-Bereich schrumpfen, so seine düstere Prognose.

Fed-Chef Jerome Powell erwartet indes, dass die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder anspringen wird. Angesichts des drohenden Konjunktureinbruchs hatte die Fed jüngst ein breit angelegtes Programm beschlossen, mit dem unter anderem der Kreditfluss an Haushalte und Firmen abgesichert werden soll.

Kaplan sagte dazu, die Fed arbeite „wie wild“ an der Umsetzung des Programms. Sein Kollege Raphael Bostic, der den Fed-Ableger in Atlanta leitet, sagte demselben Sender, er hoffe, dass die aktuellen Maßnahmen der Fed das Vertrauen in der Bevölkerung stärkten.

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