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Danske-Skandal Ermittler durchsuchen Zentrale der Swedbank

Die Geldwäsche-Vorwürfe gegen die schwedische Bank erhalten nach einem TV-Bericht weitere Nahrung. Behörden durchsuchen die Zentrale der Bank.

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Danske-Skandal: Razzia in der Zentrale der Swedbank Quelle: Reuters

Kopenhagen Schwedische Ermittler haben die Zentrale der mutmaßlich in den Danske-Skandal verwickelten schwedischen Bank Swedbank durchsucht. Die Razzia sei im Auftrag von Chefankläger Thomas Langrot im Zuge der laufenden Voruntersuchungen gegen die Bank durchgeführt worden, teilte die schwedische Wirtschaftskriminalitätsbehörde am Mittwoch auf Twitter mit.

Bei den Untersuchungen gehe es um den Verdacht des unerlaubten Offenlegens von Insider-Informationen, erklärte die Behörde. Der Aktienkurs der Bank rauschte am Vormittag vorübergehend um knapp sieben Prozent ins Minus. Die Swedbank äußerte sich zunächst nicht zu der Razzia.

Der schwedische Rundfunksender SVT hatte im Februar in einer Reportage schwere Vorwürfe gegen die Swedbank erhoben. Über Konten der Bank sollen nach Angaben des Senders im Zuge des Skandals bei der dänischen Danske Bank in Estland umgerechnet fast vier Milliarden Euro gewaschen worden sein. Die beteiligten Reporter des Senders stützten sich bei ihren Angaben auf geheime Dokumente.

Am Mittwoch meldete SVT zudem, dass Paul Manafort, der bereits wegen Bankbetrugs und Steuerhinterziehung verurteilte frühere Wahlkampfchef des US-Präsidenten Donald Trump, unter den Empfängern verdächtiger Zahlungen sei, die über das Stockholmer Geldinstitut abgewickelt wurden. Auch könnten die Summen verdächtiger Zahlungen weit höher liegen als bislang angenommen.

Die Swedbank ist nach eigenen Angaben die größte Bank in Schweden und im Baltikum. Sie hatte erklärt, den Behörden im Baltikum in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 3774 verdächtige Transaktionen gemeldet zu haben. Mit einer bankeninternen Sondereinheit will sie künftig stärker gegen Wirtschaftskriminalität vorgehen.

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