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Deutsche Asset Management Die Kunden kehren zurück

Nach einem schwierigen Vorjahr flossen 2017 fast 16 Milliarden Euro an den Vermögensverwalter. Gute Nachrichten für den Deutsche-Bank-Vorstand, der seine Tochter im Laufe des Jahres an die Börse bringen will.

Mit dem Börsengang erhält die Deutsche Asset Management ihre alten Namen zurück. Quelle: picture alliance / APA/picturede

FrankfurtDie vor dem Börsengang stehende Vermögensverwaltung der Deutschen Bank hat nach einem kräftigen Rückgang der Kundengelder 2016 im vergangenen Jahr wieder deutlich Boden gutgemacht. Wie aus einer auf der Internetseite des Instituts abrufbaren Präsentation über die Deutsche Asset Management hervorgeht, flossen zwischen Januar und Dezember 15,8 Milliarden Euro in die Vermögensverwaltung der größten deutschen Bank.

2016, als wegen einer hohen Strafandrohung aus den USA Zweifel an der gesamten Bank aufgekommen waren, hatten Kunden noch fast 40 Milliarden Euro abgezogen. In 2015, dem letzten „normalen“ Jahr vor den Turbulenzen, hatte der Mittelzufluss bei 19 Milliarden Euro gelegen.

Insgesamt verwaltet die Deutsche Asset Management, die im Zuge des Börsengangs in DWS umbenannt wird, Ende 2017 rund 700 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 waren es noch 689 Milliarden, 2015 714 Milliarden an Kundengeldern, die in ihren diversen Fonds betreut werden.

Der Teil-Börsengang - die Deutsche Bank will rund ein Viertel der Vermögensverwaltung an Investoren verkaufen - soll Insidern zufolge noch im ersten Halbjahr über die Bühne gehen und könnte rund zwei Milliarden Euro in die Kassen von Deutsche-Bank-Chef Jon Cryan spülen. Im Zuge dessen wird die bisherige Deutsche-Bank-Sparte in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt, wodurch sich die Deutsche Bank dauerhaft Einfluss sichert - auch dann, wenn ihr Anteil sinkt.

Wie aus der am Donnerstag bekannt gewordenen Präsentation hervorgeht, soll diese Gesellschaft dann in eine normale Aktiengesellschaft umgewandelt werden, wenn der Anteil der Deutschen Bank auf unter 40 Prozent sinkt. Im Aufsichtrat sitzen nach dem Börsengang drei Vertreter der Deutschen Bank, fünf unabhängige Mitglieder und vier Vertreter der Mitarbeiter. Die Wahl der Rechtsform KGaA war von zahlreichen Analysten und potenziellen Investoren kritisiert worden, weil die Deutsche Bank dadurch auch nach dem Börsengang quasi das alleinige Sagen bei der neuen Firma hat.

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