Deutsche-Bank-Chef Sewing sagt für 2022 fünf Prozent Inflation voraus

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank rechnet mit steigenden Preisen im laufenden Jahr. Quelle: dpa

Die Inflation werde stark von der weiteren Entwicklung des Ukrainekrieges abhängen. Die Deutsche Bank rechnet insbesondere mit steigenden Energiepreisen.

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Angesichts des Ukrainekrieges befürchtet der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank und Präsident des Deutschen Bankenverbands, Christian Sewing, einen zusätzlichen Preisschub und höhere Inflationsraten. „Die Preise werden mit Sicherheit weiter steigen, insbesondere für Energie und Rohstoffe. Wir rechnen für Deutschland derzeit mit einer Inflationsrate von um die fünf Prozent für dieses Jahr“, sagte Sewing der Zeitung „Bild“ (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.

Die Inflation werde stark davon abhängen, wie sich der Krieg weiterentwickele. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte vergangene Woche erklärt, die Jahresteuerung könnte Modellsimulationen zufolge sogar auf bis zu 6,1 Prozent klettern.

Sewing forderte die Europäische Zentralbank (EZB) erneut zu einer Kehrtwende in der Zinspolitik auf. Mit Blick auf die Preisentwicklung sei der Ausstieg aus der Negativzinspolitik weiterhin nötig – trotz der Krise. „Die EZB hat über den Leitzins hinaus zahlreiche weitere Instrumente, um auf mögliche Spannungen auf den Finanzmärkten gezielt zu reagieren. Zum Beispiel durch Sonderprogramme zum Ankauf von Wertpapieren, die zeitlich begrenzt sein sollten.“

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