Deutsche Bank Die Details zum Milliardenverlust

Das Jahr 2015 lief für die Deutsch Bank miserabel. Sogar 6,8 Milliarden Euro Verlust machte das größte deutsche Geldhaus – und eine Schwäche im Kerngeschäft bereitet besondere Kopfschmerzen.

John Cryan, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank. Quelle: dpa

Die Erträge der Deutschen Bank im Investmentbanking sind im vierten Quartal deutlich eingebrochen und haben zum höchsten Verlust der Firmengeschichte beigetragen. Wie das größte deutsche Geldhaus am Donnerstagmorgen mitteilte, beliefen sich die Erträge der Sparte Corporate Banking & Securities von Oktober bis Dezember nur noch auf 2,1 Milliarden Euro – nach drei Milliarden Euro im Vorjahr.

Die Bank bestätigte, im Quartal nach Steuern 2,1 Milliarden Euro Verlust gemacht zu haben und im Gesamtjahr 6,8 Milliarden Euro. Am Morgen informiert die Spitze der Deutschen Bank zunächst Analysten in einer Telefonkonferenz und später Journalisten in der Frankfurter Zentrale über das zurückliegende Geschäftsjahr.

Wo die Deutsche Bank überall Ärger hat

Den Rekordverlust hatte die Deutsche Bank schon vor einer Woche angekündigt. Denn die Analysten hatten zwar Schlimmes befürchtet, waren aber bei ihren Schätzungen noch deutlich zu optimistisch. Hat der Markt so eine falsche Erwartung, muss ein Unternehmen diese frühzeitig gerade rücken.

Für den deutschen Branchenführer ist es erst das zweite Mal, dass er am Jahresende mit roten Zahlen dasteht. Im Finanzkrisenjahr 2008 aber betrug das Minus „nur“ 3,9 Milliarden Euro nach Steuern. Das trifft auch die Aktionäre, die zwei Jahre in Folge auf ihre Dividende verzichten müssen.


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