Deutsche Bank Postbank-Tarifverhandlungen in erster Runde ohne Ergebnis

Die Gewerkschaft Verdi spricht von einem enttäuschenden Auftakt und kündigt Warnstreiks an. Ende Februar soll weiterverhandelt werden.

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Ein wichtiges Thema in den Verhandlungen ist auch das mobile Arbeiten. Quelle: dpa

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der zur Deutschen Bank gehörenden Postbank sind in der Auftaktrunde ohne Ergebnis geblieben. Am 22. Februar soll nun weiter verhandelt werden, teilte die Gewerkschaft Verdi am Montagabend mit.

„Der Auftakt war enttäuschend“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck nach den Gesprächen. Es habe keine klaren Aussagen der Arbeitgeber zu den Gewerkschaftsforderungen gegeben. Die Bank habe ein großes Fragezeichen an einen Ausgleich der Inflation durch eine entsprechende Gehaltserhöhung gemacht. „Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass es jetzt sehr zeitnah zu ersten Warnstreiks kommen wird“, sagte Duscheck.

Ein Sprecher der Deutschen Bank erklärte, die Verhandlungen für die rund 8000 Beschäftigten der ehemaligen Postbank hätten in sachlich-konstruktiver Atmosphäre begonnen. „Im Rahmen der ersten Verhandlungsrunde haben die Gewerkschaften ihre Forderungen konkretisiert und erläutert“, führte er aus. Die Gespräche fanden per Videokonferenz statt.

Verdi fordert für die Postbank-Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber eine Erhöhung um 180 Euro. Mitarbeiter im Postbank-Filialvertrieb, die aufgrund der Pandemie Einbußen bei den Provisionen hatten, sollen eine Ausgleichszahlung von insgesamt 1500 Euro erhalten.

Ein wichtiges Thema in den Verhandlungen ist zudem das mobile Arbeiten. Anspruch darauf solle es für bis zu 60 Prozent der Beschäftigten geben, erklärte Verdi. Die Gewerkschaft fordert dabei unter anderem eine einmalige Pauschale von 1500 Euro. Das Thema Home Office und mobiles Arbeiten spielt auch in den Tarifverhandlungen bei den privaten und öffentlichen Banken eine wichtige Rolle.

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