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Devisen China schlägt globale Regeln für digitale Zentralbankwährung vor

Die chinesische Notenbank habe andere Zentralbanken und Geldbehörden schon über die Vorschläge informiert, heißt es. Rund um den Globus wird derzeit über Digitalwährung diskutiert.

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In China wurden bereits in mehreren Metropolen großangelegte Probeläufe mit einem digitalen Yuan gestartet. Quelle: dpa

China schlägt ein Paket von weltweiten Regeln für den Umgang mit digitalen Zentralbankwährungen vor. Anderen Zentralbanken und Geldbehörden habe die chinesische Notenbank diese Vorschläge mitgeteilt, sagte der Direktor ihres Instituts für Digitalwährungen, Mu Changchun, am Donnerstag auf einer Veranstaltung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Vorgesehen sind unter anderem Vorschriften für den Einsatz von digitalem Zentralbankgeld (CBDC). Aber auch sensible Themen wie Überwachung und Informationstausch werden angegangen.

„Interoperabilität sollte ermöglicht werden zwischen den CBDC-Systemen unterschiedlicher Jurisdiktionen und Austausch“, sagte Mu. Informationsströme und Geldströme sollten synchronisiert sein, um Aufseher in die Lage zu versetzen, Transaktionen auf Regeleinhaltung hin zu überwachen.

Rund um den Globus loten Zentralbanken derzeit mögliche Digitalversionen ihrer Währungen aus. Das Reich der Mitte gehört dabei zu den Ländern, die schon sehr weit vorangeschritten sind.

Treibende Kraft ist die immer schnellere Digitalisierung der Finanzwirtschaft und des Zahlungsverkehrs. Zudem gewinnen Kryptowährungen wie Bitcoin mehr und mehr an Bedeutung. Digitales Zentralbankgeld bietet zudem die Chance, den heimischen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr effektiver zu gestalten.

Nicht zuletzt geht es für die Notenbanken auch darum, die Hoheit über Währungen nicht an die Privatwirtschaft zu verlieren.

Faires Angebot an Digitalwährungen soll Finanzstabilität unterstützen

Eine zentrale weltweite Regel sollte Mu zufolge beinhalten, dass es eine „faires Angebot an Digitalwährungen“ der Notenbanken gibt. Damit solle eine gesunde Entwicklung und die Finanzstabilität des internationalen Währungssystems unterstützt werden. Eine „von einer Zentralbank herausgegebene Digitalwährung sollte die Fähigkeit einer anderen Notenbank nicht beeinträchtigen, ihr Mandat für Geld- und Finanzstabilität zu erfüllen“, sagte Mu. In China wurden bereits in mehreren Metropolen großangelegte Probeläufe mit einem digitalen Yuan gestartet.

Der Insel-Staat Bahamas war im vergangenen Jahr das erste Land, das mit dem „Sand Dollar“ eine digitale Version seiner Landeswährung eingeführt hat.

In Europa ist die Entwicklung noch nicht so weit. Die Europäische Zentralbank (EZB) will Mitte des Jahres entscheiden, ob ein Projekt gestartet werden soll, dass die Einführung eines digitalen Euro vorbereitet. Es gibt allerdings in der Währungsgemeinschaft auch Stimmen, die wie die Bundesbank eher für ein vorsichtiges Vorgehen argumentieren. Andere Länder wie die Niederlande sind experimentierfreudiger. So war die niederländische Notenbank im Frühjahr 2020 vorgeprescht und hatte erklärt, das Land wäre für einen Probelauf mit einem digitalen Euro ein geeigneter Ort.

Mu hatte sich auf der BIZ-Konferenz zuvor auch dazu geäußert, dass digitales Zentralbankgeld in China eine wichtige Unterstützerrolle beim Bezahlen mit dem Smartphone einnehmen könnte. Dafür müssten die Währungshüter ihre Arbeiten verstärken, sagte er. Inzwischen ist aus dem Alltagsleben vieler Chinesen das mobile Zahlen mittels digitaler Dienste wie WeChat Pay oder Alipay kaum noch wegzudenken.

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