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Devisen Euro gibt leicht nach, Yen steigt

Nach anfänglichen Kursgewinnen gab der Euro gegenüber dem Dollar wieder leicht nach. Der Yen dagegen konnte seine Rally fortsetzen. Dennoch sehen Experten die Interventionen der Zentralbank als „wirkungslos“.

Der Yen steigt, der Euro fällt. Quelle: Reuters

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag gegenüber dem Dollar nach anfänglichen Kursgewinnen von bis zu 0,5 Prozent wieder nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung notierte zuletzt mit 1,1391 Dollar 0,1 Prozent niedriger als am Mittwoch.

Der Yen dagegen beschleunigte seinen seit fünf Tagen andauernden Aufstieg und gewann gegenüber allen 16 wichtigen weiteren Währungen an Wert und stieg zum Dollar den fünften Tag in Folge an. Gegenüber dem Greenback gewann er zuletzt 1,4 Prozent hinzu auf 108,26 Yen, gegenüber dem Euro stieg er um 1,4 Prozent auf 123,39 Yen.

Laut Tohru Sasaki von JPMorgan Chase & Co. sind Exporteure, die Einnahmen repatriieren, Ursache des elfprozentigen Yen-Anstiegs gegenüber dem Dollar seit Jahresbeginn, und nicht Spekulanten. Daher seien Interventionen am Devisenmarkt auch wirkungslos, sagte der Ökonom, der den Rekordanstieg vorhergesagt hatte. Auch die Versuche der Offiziellen, die Währung mit verbalen Äußerungen zu schwächen, seien kontraproduktiv. „Wenn man nur mit Platzpatronen schießt, dann ist das zwar laut, und alle sind erstmal überrascht, aber sobald sie sich daran gewöhnt haben, ist es nur noch ein Geräusch“, sagte er. Weitere Lippenbekenntnisse würden Spekulanten nur ermutigen, bei Rückschlägen den Yen gegenüber dem Dollar zu kaufen, fügte er hinzu.

Der Franken notierte gegenüber dem Dollar zuletzt wenig verändert bei 95,62 Rappen, zum Euro tendierte er mit 1,0893 Franken ebenfalls seitwärts.

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