WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Die Wirtschaftsweisen „Ausstieg der EZB aus der expansiven Geldpolitik überfällig“

Die Geldpolitik großer Notenbanken zählt zu den Risiken für die Konjunktur. Die Wirtschaftsweisen fordern daher ein rasches Ende der lockeren Geldpolitik.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Die anhaltende Niedrigzinspolitik berge Risiken für die Finanzmarktstabilität, so die Wirtschaftsweisen. Quelle: dpa

Berlin Die Wirtschaftsweisen plädieren für eine rasches Ende der lockeren EZB-Geldpolitik. „Angesichts der guten konjunkturellen Lage im Euro-Raum und der wieder höheren Inflation ist die Einleitung eines Ausstiegs der EZB aus der expansiven Geldpolitik überfällig“, erklärte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch in seiner aktualisierten Konjunkturprognose.

Um dabei größere Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden, sei für die Europäische Zentralbank (EZB) „die Kommunikation einer Normalisierungsstrategie von großer Bedeutung“.

Die Geldpolitik der großen Notenbanken zähle zu den Risiken für die internationale Konjunktur, betonten die fünf Ökonomen und Regierungsberater. Denn die anhaltende Niedrigzinspolitik berge Risiken für die Finanzmarktstabilität. So könnte eine überraschend schnelle Straffung vor allem der US-Geldpolitik in Reaktion auf ein stärkeres Wachstum und eine höhere Inflation „zu erheblichen Preisanpassungen an den internationalen Finanzmärkten führen“.

Die US-Notenbank Fed steht vor ihrer ersten Zinserhöhung in diesem Jahr. Fachleute erwarten, dass die Währungshüter um den neuen Fed-Chef Jerome Powell den Schlüsselsatz noch im Tagesverlauf um einen Viertelpunkt erhöhen - auf die eine Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%