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Digitalbank ING zieht sich aus Privatkundengeschäft in Österreich zurück

Die niederländische Bank will die Beziehungen zu Kunden beenden, die ausschließlich Sparkonten in Österreich führen. Firmenkunden sind nicht betroffen.

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2020 zählte das Institut eigenen Angaben zufolge rund 550.000 Privatkunden in Österreich, darunter 50.000 Hauptkunden. Quelle: Reuters

Die niederländische Bank ING will ihr Bankgeschäft in Österreich neu ausrichten und sich dort aus dem Geschäft mit Privatkunden zurückziehen. Derzeit würden strategische Optionen für die Sparte geprüft, um diesen Markt bis Jahresende 2021 zu verlassen, teilte die Digitalbank am Dienstag mit. Nicht betroffen davon sei das Firmenkundengeschäft, hier will das Institut die Aktivitäten in Österreich fortsetzen.

„Wir sind in Österreich in mehr als 18 Jahren moderat, aber stetig gewachsen und haben in einem etablierten Bankenmarkt Fuß fassen können“, sagte ING-Österreich-Chef Barbaros Uygun. Als relativ kleiner Akteur stoße die Bank allerdings in einem gesättigten Markt an ihre Wachstumsgrenzen. „Daher evaluieren wir strategische Optionen, die auch einen möglichen Verkauf des Privatkundengeschäfts in Österreich beinhalten“, sagte Uygun.

Per Anfang Juni will das Institut die Beziehungen zu Kunden beenden, die ausschließlich Sparkonten in Österreich führen. Kunden würden dazu ab Anfang April individuelle Informationen erhalten, erklärte die Bank. Kunden mit Girokonten, Depots sowie Konsum- oder Immobilienkrediten seien von diesem Schritt zunächst nicht betroffen, hieß es. Im Firmenkundengeschäft sieht die ING in Österreich hingegen weiterhin Wachstumspotenzial und will ihre Position ausbauen.

Die in weltweit mehr als 40 Ländern tätige niederländische Bank ist seit 2003 auf dem österreichischen Privatkundenmarkt tätig. 2020 zählte das Institut eigenen Angaben zufolge rund 550.000 Privatkunden in Österreich, darunter 50.000 Hauptkunden. Derzeit beschäftigt ING im österreichischen Retailgeschäft rund 340 Vollzeitstellen.

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