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Digitale Währung Finanzminister Scholz für digitalen Euro - Ablehnung der Kryptowährung Libra

Mit einem elektrischen Euro könnte Europa eine eine Kryptowährung an den Start bringen. Den Libra von Facebook sieht Scholz allerdings kritisch.

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Wird die europäische Währung digital? Quelle: dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz tritt angesichts der Pläne des Internetkonzerns Facebook für eine digitale Währung Libra für die Einführung eines E-Euro ein. „Ein solches Zahlungssystem wäre gut für den Finanzplatz Europa und seine Einbindung ins Weltfinanzsystem“, sagte der SPD-Politiker der „Wirtschaftswoche“ laut einem Vorabbericht vom Donnerstag. „Wir sollten das Feld nicht China, Russland, den USA oder irgendwelchen Privatanbietern überlassen.“

Zuvor hatten unter anderem die Unionsbundestagsfraktion und der Linke-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi einen staatlich garantierten E-Euro gefordert.

Die von Facebook für 2020 geplante Kryptowährung Libra sehe er „sehr, sehr kritisch“. Die Bundesregierung hatte der Einführung privater Digitalwährungen als Alternative zu staatlichen Währungen auch in ihrer vor zwei Wochen verabschiedeten Blockchain-Strategie eine Absage erteilt. „Ein Kernelement der staatlichen Souveränität ist die Herausgabe einer Währung, wir werden sie nicht Privatunternehmen überlassen“, betonte Scholz seinerzeit.

Gegen Libra wenden sich Notenbanken, Aufseher und Politiker schon länger. Wegen der potenziellen Zahl der Nutzer - bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert - könnte die geplante Digitalwährung im internationalen Geldsystem langfristig eine wichtige Rolle spielen.

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